Beauftragter der Bundesregierung für die Belange der Patientinnen und Patienten

Dr. Ralf Brauksiepe wird neuer Patientenbeauftragter der Bundesregierung

Patientenbeauftragter Dr. Ralf Brauksiepe
Patientenbeauftragter Dr. Ralf Brauksiepe

Das Bundeskabinett hat heute dem Vorschlag des Bundesministers für Gesundheit Jens Spahn zugestimmt, den CDU-Bundestagsabgeordneten Dr. Ralf Brauksiepe zum neuen Patientenbeauftragten der Bundesregierung zu berufen.

Bundesgesundheitsminister Jens Spahn: "Ich freue mich, dass wir mit Ralf Brauksiepe eine Persönlichkeit gefunden haben, die über langjährige und vielfältige politische Erfahrungen verfügt.  Ich bin sicher, dass er sich als neuer Patientenbeauftragter mit großem Engagement und Durchsetzungskraft für die Interessen und Anliegen der Patientinnen und Patienten stark machen wird.“

Dr. Ralf Brauksiepe stammt aus Hattingen in Nordrhein-Westfalen. Er ist verheiratet und hat vier Kinder. Der 51-jährige Wirtschaftswissenschaftler gehört dem Deutschen Bundestag seit 1998 an. Von 2009 bis 2013 war er Parlamentarischer Staatssekretär bei der Bundesministerin für Arbeit und Soziales und von 2013 bis 2017 Parlamentarischer Staatssekretär bei der Bundesministerin der Verteidigung.

Dr. Ralf Brauksiepe kündigte an, sich in seiner neuen Aufgabe mit großem Engagement für die Belange der Patientinnen und Patienten einzusetzen:

„In einem so komplexen und über viele Jahrzehnte gewachsenen System wie dem Gesundheitswesen brauchen Veränderungen oft einen langen Atem. Den werde ich haben. Eines meiner Ziele dabei ist, für einen gleichberechtigten und zeitnahen Zugang zu den Leistungen des Gesundheitswesens für alle Patientinnen und Patienten zu sorgen. Es kann nicht sein, dass Patienten zum Teil monatelang auf einen Termin warten müssen. Ich freue mich deshalb sehr, dass der Koalitionsvertrag das Thema mit den Terminservicestellen aufgreift. Aber die Terminservicestellen allein werden nicht reichen. Wir brauchen darüber hinaus eine Bedarfsplanung, die nicht nur mit Zahlen jongliert, sondern den tatsächlichen Bedarf widerspiegelt und dafür sorgt, dass die Ärzte dort sind, wo die Menschen sie brauchen. Und wir brauchen Strukturen, die es Patienten ermöglichen, die Versorgung zu wählen, die ihren Bedürfnissen und Präferenzen am besten entspricht. Dafür werde ich mich einsetzen.“

Sieben Terminservicestellen kaum erreichbar – so gelingt keine Arztvermittlung!

Symbolfoto Arzt

Die Terminservicestellen der Kassenärztlichen Vereinigungen (KV) zur Facharztterminvermittlung seien nicht erreichbar. Diese Beschwerden erreichen immer wieder die Patientenbeauftragte der Bundesregierung, Ingrid Fischbach. Deswegen hat sie im Dezember 2017 mit ihren Mitarbeitern alle Terminservicestellen zu jeweils drei unterschiedlichen Zeitpunkten angerufen und musste dabei Licht und Schatten erfahren:

Sieben Terminservicestellen waren bei zwei von drei der Testanrufe während der Öffnungszeiten nicht erreichbar. Es kam entweder sofort eine Bandansage, dass alle Leitungen besetzt seien (KV Westfalen-Lippe) oder die Verbindung wurde sogar in der Warteschleife beendet, bevor ein Kontakt entstand (KV Berlin, KV Sachsen-Anhalt, KV Thüringen, KV Nordrhein, KV Hessen, KV Bremen).

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