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Internationaler Hebammentag am 5. Mai 2022: „Weitere Verbesserungen in der Geburtshilfe zeitnah umsetzen!“

Hebammen leisten einen unverzichtbaren Beitrag für eine professionelle, leitliniengerechte und vor allem emphatische Betreuung Schwangerer, junger Mütter und Neugeborener. Hebammen sind schlicht und ergreifend die wichtigsten Ansprechpartner rund um die Geburt. Ich möchte diesen Aktionstag daher nutzen, um allen Hebammen für ihren unermüdlichen Einsatz ausdrücklich zu danken“, erklärt der Patientenbeauftragte der Bundesregierung Stefan Schwartze anlässlich des diesjährigen internationalen Hebammentages.

Seit seiner Einführung durch den Internationalen Hebammenkongress im Jahr 1991 rückt der weltweite Aktionstag alljährlich die Bedürfnisse und Nöte der Hebammen in den Fokus der Öffentlichkeit und macht dabei insbesondere auf die schwierige personelle und finanzielle Situation des Hebammenwesens aufmerksam.

„Die Pandemie hat uns einmal mehr vor Augen geführt, wie schwierig – trotz zahlreicher in der Vergangenheit getroffener Maßnahmen – die Rahmenbedingungen insbesondere für die freiberuflichen Hebammen sind und wie herausfordernd es für viele Schwangere sein kann, eine Hebamme für die Geburtsvorbereitung, Entbindung und anschließende Betreuung zu finden. Eine attraktive und der Qualifikation sowie der Verantwortung angemessene Vergütung ihrer Leistungen halte ich daher für zwingend geboten. Es ist genau richtig, dass der Koalitionsvertrag eine Stärkung der flächendeckenden Geburtshilfe und verbesserte Arbeitsbedingungen der Hebammen vorsieht. Besonders hervorzuhebende Maßnahmen sind dabei die vorgesehene Einführung eines Personalschlüssels für eine 1:1-Betreuung durch Hebammen während wesentlicher Phasen der Geburt, der Ausbau hebammengeleiteter Kreißsäle und die Erarbeitung eines Aktionsplanes zur Gesundheit rund um die Geburt. Freiberufliche Hebammen leisten einen unverzichtbaren Beitrag rund um die Geburt.

Es kommt nun darauf an, zeitnah ganz konkrete Verbesserungen in der Geburtshilfe umzusetzen, damit eine hochwertige medizinische Versorgung und Betreuung vor, während und nach der Geburt auch weiterhin sichergestellt ist“, so Schwartze weiter.