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Die Leidtragenden sind die Schutzlosen!

Anlässlich der heute gescheiterten Einführung einer Impfpflicht mit 60 im Deutschen Bundestag erklärt der Patientenbeauftragte der Bundesregierung, Stefan Schwartze:

„Ich bedauere zutiefst, dass es heute nicht gelungen ist, den Schutz der Bevölkerung vor den Folgen der Pandemie mit einer Impfpflicht zu unterstützen. Die Entscheidung des Bundestages fiel auch gegen eine erdrückende Mehrheitsmeinung für eine Impfpflicht in der Bevölkerung.

Die Leidtragenden dieser Entscheidung, nichts zu tun, werden spätestens im nächsten Herbst die besonders Schutzbedürftigen in unserer Gesellschaft sein. Das sind diejenigen, die ohne ausreichende Impfquote in steter Sorge vor einer Ansteckung und vor Langzeitfolgen wie Long COVID leben werden. Ebenso Patientinnen und Patienten, deren lebenswichtige Operationen auch in diesem Jahr unter dem Vorbehalt eines Corona-Herbstes stehen werden. Das sind Menschen mit Vorerkrankungen, Menschen mit schwachem Immunsystem, Menschen im Seniorenalter aber auch Säuglinge und Kleinkinder.

Foto von Stefan Schwartze
Foto: Jan Pauls

Die Verantwortung für diese Schicksale tragen diejenigen Mitglieder des Bundestages, die sich gegen den Antrag zur Einführung einer Impfpflicht ausgesprochen haben. Jeder neue Patient, jede neue Patientin im Zusammenhang mit SARS-CoV-2 ist eine zu viel.“