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Patientenbeauftragte ruft zu Booster-Impfungen auf

„Die erneut sehr schnell steigenden Infektionszahlen machen deutlich, wie wichtig es ist, den Impfschutz mit einer Auffrischungsimpfung zu verstärken. Ich empfehle allen, denen aktuell eine Auffrischung empfohlen wird, die Booster-Impfung auch tatsächlich in Anspruch zu nehmen“, appelliert die Patientenbeauftragte der Bundesregierung, Prof. Dr. Claudia Schmidtke.

Die Ständige Impfkommission (STIKO) empfiehlt Auffrischungen für Menschen ab 70 Jahren, Bewohnerinnen und Bewohnern in Einrichtungen der Pflege, Menschen mit einem geschwächten Immunsystem, für Pflegepersonal und medizinisches Personal mit direktem Kontakt zu Patienten. Die Auffrischungsimpfung soll frühestens 6 Monate nach Abschluss der Grundimmunisierung erfolgen.

Für Menschen, die mit dem Impfstoff von Johnson & Johnson geimpft wurden, sollte laut STIKO-Empfehlung vier Wochen nach der Impfung eine weitere Immunisierung mit einem mRNA-Impfstoff erfolgen. Das gilt auch für jüngere Menschen.

Laut Beschluss der Gesundheitsministerinnen- und Gesundheitsministerkonferenz kommt eine Auffrischungsimpfung zudem für Menschen ab 60 Jahren nach individueller Abwägung und ärztlicher Beratung, Personen, die ihre vollständige Impfserie mit dem Impfstoff von AstraZeneca bekommen haben sowie Personen, die nach einer Coronavirus-Infektion eine Impfdosis eines Vektor-Impfstoffs erhalten haben, in Betracht.

Schmidtke: „Wissenschaftliche Daten einer aktuellen Studie aus Israel belegen noch einmal sehr eindrücklich, dass der Impfschutz mit der Zeit abnimmt und das Risiko einer Infektion mit dem Coronavirus in allen Altersgruppen steigt. Booster-Impfungen können jetzt einen entscheidenden Beitrag in der Pandemiebewältigung leisten: um den eigenen Impfschutz zu verstärken, aber auch um zu verhindern, dass Betroffene mit asymptomatischen Infektionen unbemerkt weitere Menschen anstecken. Wichtig ist es jetzt, die Berechtigten direkt zu kontaktierten und ihnen ein niedrigschwelliges Impfangebot zu machen!“

Weitere ausführliche Antworten auf wichtige Fragen zur Aufrischungsimpfung finden Sie auf zusammengegencorona.de

 

Abbildung Tablett mit Impfdosen
Foto: Christian Schaffrath