Beauftragter der Bundesregierung für die Belange der Patientinnen und Patienten und Bevollmächtigter für Pflege

Gutachten zeigt Unterstützungsmöglichkeiten der Krankenkassen bei Verdacht auf Behandlungsfehler

Staatssekretär Karl-Josef Laumann

Nur knapp die Hälfte der Patienten weiß, dass die Krankenkassen zur Unterstützung ihrer Versicherten beim Verdacht auf einen Behandlungsfehler verpflichtet sind. Und nur rund ein Viertel würde in einem solchen Fall als erstes die Krankenkasse ansprechen. Dies geht aus einer Studie zu den Wirkungen des Patientenrechtegesetzes hervor.

Dabei ist diese durch das Patientenrechtegesetz geschaffene Unterstützung für Patienten oft eine große Hilfe, etwa wenn ein kostenloses Gutachten durch den Medizinischen Dienst der Krankenversicherung (MDK) angefertigt wird. Seit 2013 ist das immer öfter der Fall, inzwischen knapp 15.000 Mal pro Jahr.

Allerdings nehmen die Krankenkassen ihre Pflicht zur Unterstützung sehr unterschiedlich wahr. Der Patientenbeauftragte und Pflegebevollmächtigte der Bundesregierung, Staatssekretär Karl-Josef Laumann, hat deshalb in einem Gutachten untersuchen lassen, welche Möglichkeiten der Unterstützung den Krankenkassen nach dem Gesetz zur Verfügung stehen.

Das von Prof. Dr. iur. Christian Katzenmeier, Geschäftsführender Direktor des Instituts für Medizinrecht der Universität zu Köln, und Christoph Jansen, LL.M., Wissenschaftlicher Mitarbeiter am Institut für Medizinrecht der Universität zu Köln, erstellte Gutachten zeigt in beeindruckender Weise auf, welche Möglichkeiten die Krankenkassen zur Unterstützung ihrer Versicherten haben. Das Gutachten sowie eine Zusammenfassung der wesentlichen Ergebnisse sind hier abrufbar.

Staatssekretär Laumann fordert alle Krankenkassen auf, von diesen Unterstützungsmöglichkeiten in breitem Umfang Gebrauch zu machen, ihre Versicherten besser über ihre Unterstützungsangebote aufzuklären und diese deutlicher für Patienten zugänglich zu machen. Denn immerhin finanzieren die Patienten das GKV-System. Dafür können sie auch erwarten, dass die Krankenkassen ihnen die Leistungen niedrigschwellig und transparent zur Verfügung stellen.

Darüber hinaus setzt sich Staatssekretär Laumann dafür ein, die Pflicht der Krankenkassen zur Unterstützung ihrer Versicherten in diesen Fällen noch deutlicher im Gesetz zu verankern: Künftig sollte das Gesetz vorsehen, dass Krankenkassen ihre Versicherten unterstützen müssen, wenn es nicht von vornherein ausgeschlossen erscheint, dass ein Behandlungsfehler vorliegt.“

Patientenrechte

Meldungen aus dem Bereich Patientenrechte

Drei Jahre Patientenbeauftragter und Pflegebevollmächtigter der Bundesregierung

Staatssekretär Laumann stellt Bericht zu Entwicklungen im Gesundheitswesen vor 

Staatssekretär Karl-Josef Laumann

Staatssekretär Karl-Josef Laumann zieht Zwischenbilanz: Der Patientenbeauftragte und Pflegebevollmächtigte der Bundesregierung hat heute in Berlin seinen Bericht zu den wichtigsten Entwicklungen im Gesundheitswesen in den vergangenen drei Jahren aus Sicht der Patienten und Pflegebedürftigen vorgestellt. Darin lobt er u. a. die Fortschritte bei der Pflege sowie die Verbesserungen bei der Hilfsmittelversorgung. In einigen Bereichen sieht der Patientenbeauftragte und Pflegebevollmächtigte jedoch weiteren Handlungsbedarf.

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Gutachten zeigt Unterstützungsmöglichkeiten der Krankenkassen bei Verdacht auf Behandlungsfehler

Staatssekretär Karl-Josef Laumann

Nur knapp die Hälfte der Patienten weiß, dass die Krankenkassen zur Unterstützung ihrer Versicherten beim Verdacht auf einen Behandlungsfehler verpflichtet sind. Und nur rund ein Viertel würde in einem solchen Fall als erstes die Krankenkasse ansprechen. Dies geht aus einer Studie zu den Wirkungen des Patientenrechtegesetzes hervor.

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„Berliner Tag der Patientenfürsprecher 2017“

Unverzichtbare Arbeit der Patientenfürsprecher in den Krankenhäusern fördern und unterstützen

Staatssekretär Karl-Josef Laumann
Staatssekretär Karl-Josef Laumann

Auf Einladung des Patientenbeauftragten der Bundesregierung, Staatssekretär Karl-Josef Laumann, kommen heute in Berlin rund 250 Patientenfürsprecher aus ganz Deutschland zum „Berliner Tag der Patientenfürsprecher 2017“ zusammen. Sie diskutieren dabei mit dem Patientenbeauftragten der Bundesregierung über verschiedenste Themen, die ihre tägliche Arbeit betreffen, darunter die Umsetzung des patientenorientierten Beschwerdemanagements und des Entlassmanagements in den Krankenhäusern.  Zudem werden das Projekt „IPIKA - InterProfessionelles und InterKulturelles Arbeiten in Medizin, Pflege und Sozialdienst“ sowie das Projekt „Was hab’ ich?“, bei dem Medizinstudenten kostenlos ärztliche Befunde in eine für Patienten leicht verständliche Sprache übersetzen, vorgestellt.

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Pflege

Meldungen aus dem Bereich Pflege

Staatssekretär Laumann: „Arbeitsbedingungen der Pflegekräfte jetzt ganz konkret verbessern“

Staatssekretär Karl-Josef Laumann

Pflegebevollmächtigter der Bundesregierung schreibt allen Pflegeeinrichtungen in Deutschland

Staatssekretär Karl-Josef Laumann ermutigt die Pflegeeinrichtungen, attraktivere Arbeitsbedingungen für die Pflegekräfte zu schaffen. In einem Schreiben an alle rund 27.000 ambulanten und stationären Einrichtungen zeigt der Pflegebevollmächtigte der Bundesregierung Chancen auf, wie die Einrichtungen die aktuellen Pflegereformen des Gesetzgebers jetzt ganz konkret nutzen können, um verbesserte Arbeitsbedingungen zu schaffen. Dazu gehören für Laumann vor allem flächendeckend faire Löhne, weniger unfreiwillige Teilzeitbeschäftigungen und die Entbürokratisierung der Pflegedokumentation. Bei der Umsetzung dieser Ziele sei man natürlich auf die Unterstützung der Einrichtungsbetreiber und der Pflegekräfte angewiesen, wofür Laumann diesen ausdrücklich seinen Dank ausspricht.

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Sie haben Fragen zu den Veränderungen in der Pflegeversicherung?

Grafik Veränderungen Pflegestärkungsgesetz

Seit dem 1. Januar 2017 gilt in der Pflegeversicherung der neue Pflegebedürftigkeitsbegriff. Das beinhaltet zahlreiche Neuregelungen. Wichtig für pflegebedürftige Menschen, die bereits nach dem alten Recht eine Pflegestufe hatten: Sie müssen nichts tun. Sie werden automatisch in das neue System und die neuen Pflegegrade übergeleitet. Sie werden durch die Veränderungen in keinem Fall schlechter gestellt, sondern erhalten Bestandsschutz. Darüber sowie über die neuen Pflegesätze werden Sie auch – falls das noch nicht geschehen ist – von ihrer Pflegekasse schriftlich informiert. Ausführliche Informationen über die Veränderungen hat das Bundesministerium für Gesundheit zudem auf seiner eigenen Internetseite, auf der Internetseite www.pflegestaerkungsgesetz.de sowie in den unten abrufbaren Broschüren zusammengestellt.

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Drittes Pflegestärkungsgesetz legt Grundstein für bessere Bezahlung der Beschäftigten in der Altenpflege

Staatssekretär Karl-Josef Laumann
 
Das heute vom Deutschen Bundestag beschlossene Dritte Pflegestärkungsgesetz legt den Grundstein für eine bessere Bezahlung der Altenpflegekräfte: Künftig können auch nicht-tarifgebundene Einrichtungen in den Pflegesatzverhandlungen mit den Kostenträgern einfacher Löhne bis zur Höhe des Tarifniveaus durchsetzen. Pflegekassen und Sozialhilfeträger müssen diese künftig grundsätzlich als wirtschaftlich anerkennen und entsprechend finanzieren. Die Kostenträger erhalten auf der anderen Seite ein Nachweisrecht, dass die verhandelten Löhne auch tatsächlich  bei den Beschäftigten ankommen.

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Kontakt Projektbüro Ein-STEP

Projektbüro Ein-STEP

Einführung des Strukturmodells zur Entbürokratisierung der Pflegedokumentation

c/o IGES Institut Gmbh

Friedrichstr. 180

10117 Berlin

Tel. 030 230 809 9841

projektbuero@ein-step.de

www.ein-step.de

Entbürokratisierung d. Pflegedokumentation

Leitfaden "Wie finde ich eine gute stationäre Pflegeeinrichtung?"

Ratgeber Patientenrechte

 

PDF-Dokument

 

Diese und weitere Broschüren können Sie hier auch in gedruckter Form bestellen.

 

 

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