Beauftragter der Bundesregierung für die Belange der Patientinnen und Patienten und Bevollmächtigter für Pflege

Generalistik jetzt!

 

Die Generalistik ist eine große Chance für die Pflege in Deutschland, die nicht vertan werden darf. Daher hat Staatssekretär Karl-Josef Laumann den Aufruf „Generalistik jetzt!“ gestartet. Der Pflegebevollmächtigte der Bundesregierung wirbt darin für die Reform der Pflegeausbildung, um mit einer zeitgemäßen Berufsausbildung den Pflegeberuf aufzuwerten und viele Auszubildende zu gewinnen. Bislang (Stand: 24. März 2016) unterstützen den Aufruf 72 Institutionen. Auf dieser Seite finden Sie den Wortlaut des Aufrufes, weitere Informationen sowie eine Liste der Unterstützer.


Generalistik jetzt! Mit einer zeitgemäßen Berufsausbildung den Pflegeberuf aufwerten und Auszubildende gewinnen

Der Fachkräftemangel in der Pflege ist eine der größten Herausforderungen unseres Gesundheitssystems. Die Weiterentwicklung der getrennten Ausbildungen der Alten-, Kranken- und Kinderkrankenpflege hin zu einer einheitlichen Pflegeberufsausbildung ist darauf die richtige Antwort. Denn schon heute sind in Pflegeeinrichtungen vertiefte medizinisch-pflegerische Kenntnisse für eine komplexe Behandlungspflege erforderlich. Zeitgleich steigt in den Krankenhäusern der Anteil pflegebedürftiger und demenziell erkrankter Patienten stark an. Nur eine breit ausgerichtete Ausbildung qualifiziert zur Pflege von Menschen aller Altersphasen und Lebenssituationen - egal in welchen Versorgungsbereichen. Fest steht, dass viele Berufsgruppen schon heute verstärkt um junge Menschen werben. Hier muss der Pflegeberuf mithalten können und für Schulabgänger attraktiv sein. Neben einer attraktiven Ausbildung zählen vor allem gute Arbeitsbedingungen, eine leistungsgerechte Bezahlung, vielfältige Einsatz- und Aufstiegsmöglichkeiten sowie ein gutes Image des Berufsbildes. Die Pflege muss auf Augenhöhe mit anderen Berufsgruppen im Gesundheitswesen stehen. Nirgendwo sollte in Zukunft mehr ohne die Pflegefachpersonen geredet und entschieden werden können.

Das vorliegende Pflegeberufsgesetz professionalisiert und entwickelt den Pflegeberuf weiter:

  • Es werden erstmals Vorbehaltsaufgaben für Pflegefachfrauen und Pflegefachmänner definiert, für die nur sie befähigt sind.
  • Die Inhalte der Ausbildung werden durch eine Fachkommission aus Pflegeexperten festgelegt und kontinuierlich weiterentwickelt.
  • Die Ziele der Ausbildung sind stärker als bisher auf Gesundheitsförderung und Rehabilitation sowie Anleitung und Beratung
  • Der Zugang zur Ausbildung steht allen geeigneten Bewerbern mit einem 10-jährigen Schulabschluss offen.
  • Endlich wird das Schulgeld flächendeckend abgeschafft.
  • Alle Auszubildenden erhalten eine angemessene Ausbildungsvergütung.
  • Bestandteil der generalistischen Ausbildung ist ein individuell wählbarer Vertiefungseinsatz in einem Pflegebereich.
  • Die neue Finanzierung macht die Ausbildung auch für Betriebe attraktiver. Eine Kostenverteilung erfolgt nun auf allen Schultern. Ausbildungsbetriebe haben dadurch keine wirtschaftlichen Nachteile mehr gegenüber nicht ausbildenden Betrieben, vor allem in der Altenpflege.
  • Selbstverständlich gibt es einen Bestandsschutz für bestehende Berufsabschlüsse der Gesundheits- und (Kinder-)Krankenpflege sowie der Altenpflege.
  • Auch die Möglichkeit einer hochschulischen Ausbildung wird die Attraktivität des Pflegeberufs erhöhen, zur Weiterentwicklung der Qualität der Pflege beitragen und das Selbstbewusstsein der Pflege stärken. Dies ist eine deutliche Aufwertung des Pflegeberufs.
  • Die einheitliche Pflegeberufsausbildung wird im Unterschied zum heutigen Altenpflegeberuf im gesamten EU-Ausland anerkannt und ermöglicht eine EU-weite berufliche Mobilität.

Die neuen Kompetenzen verschaffen Pflegefachkräften zukünftig bessere berufliche Aufstiegs- und Wechselmöglichkeiten. Denn sie können ihre Tätigkeit künftig flexibler an ihrer individuellen Lebenssituation ausrichten. Arbeitgeber müssen also attraktive Arbeitsplätze bieten, um im Wettbewerb um qualifizierte Fachkräfte bestehen zu können. Insgesamt wird die generalistische Pflegeausbildung auch dazu beitragen, die Unterschiede in der Bezahlung in der Kranken- und Altenpflege zu verringern und die Pflegeberufe insgesamt als Profession aufzuwerten.

Es ist vereinbart, die Eckpunkte der Ausbildungs- und Prüfungsverordnung zu den wesentlichen Ausbildungsinhalten sowie Stundentafeln der praktischen Ausbildung im parlamentarischen Verfahren vorzulegen.

Die Pflegeberufsreform ist ein Ergebnis umfangreicher Diskussionen und erfolgreicher Modellprojekte. Sie entspricht den langjährigen Forderungen maßgeblicher Verbände der Einrichtungsträger, der Pflegeberufe, der Kostenträger, der Betroffenen und der Länder. Sollte dieses Vorhaben scheitern, wird es in absehbarer Zeit keine zweite Chance geben. Im wachsenden Wettbewerb um Schulabsolventen mit anderen Branchen wäre die Pflege abgehängt.

Daher fordern wir alle beteiligten Akteure auf, dieses wichtige Vorhaben zu unterstützen und inhaltliche Details im parlamentarischen Verfahren konstruktiv mitzugestalten.

Die Generalistik muss kommen – sie ist eine große Chance für die Pflege in Deutschland, die nicht vertan werden darf!


Unterlagen zur Pressekonferenz am 25. Februar 2016



 

Unterstützer des Aufrufs „Generalistik jetzt!“ von Staatssekretär Karl-Josef Laumann (Stand: 25. Februar 2016)

Deutscher Pflegerat e. V. (DPR)

„„Mit der generalistischen Pflegeausbildung mit Schwerpunktsetzung setzen wir einen der wichtigsten Bausteine zur Sicherung der pflegerischen Versorgung in Deutschland. Sie ist eine der entscheidendsten Antworten darauf, wie es uns gelingt, die Herausforderungen des demografischen und epidemiologischen Wandels zu bewältigen. Sie stellt die Kompetenzen der in der Pflege tätigen Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter in den Mittelpunkt und stärkt so die professionell Pflegenden. Das Berufsbild Pflege wird dadurch attraktiver. Mehr Menschen werden sich deshalb für den Pflegeberuf entscheiden.“

Andreas Westerfellhaus,

Präsident DPR

Deutscher Pflegerat e. V. (DPR) 

 

Gesundheits- und Krankenpflegeschule der Wannsee-Schule für Gesundheitsberufe e. V.

„Wir schaffen mit der Generalistik ein Ausbildungskonzept, welches die Gleichwertigkeit der pflegerischen Arbeitsfelder befördert. Gleichzeitig sichern wir eine professionelle zeitgemäße pflegerische Versorgung der Pflegebedürftigen. Wir müssen Anschluss halten an ein Europa, indem Pflegeausbildung an Hochschulen gelehrt und grundsätzlich in der Erstausbildung generalistisch gedacht wird. Damit wird die Attraktivität zum Berufszugang gesteigert. Die Ausbildung ermöglicht es den Absolventen, in den unterschiedlichen Pflegesettings einen Berufseinstieg zu finden und später unkompliziert zu wechseln/anerkannt zu werden. Ausbildung ist auch heute bereits exemplarisch.“

Dipl. Pflegepädagogin Christine Vogler,

Leiterin der Gesundheits- und Krankenpflegeschule

Gesundheits- und Krankenpflegeschule der Wannsee-Schule für Gesundheitsberufe e. V.

 

Diakonie Deutschland – Evangelischer Bundesverband e. V.

„Die generalistische Pflegeausbildung stärkt den Pflegeberuf, indem sie erstmals pflegerische Aufgaben beschreibt, die ausschließlich von Pflegefachfrauen und Pflegfachmännern ausgeführt werden dürfen. Damit erhält die Pflege endlich auch die rechtliche Kompetenz, die Pflege verantwortlich zu gestalten und durchzuführen. Eine selbstbewusste Pflege ist Grundlage einer pflegerischen Qualitätsentwicklung und die richtige Antwort auf die Herausforderungen des demographischen Wandels (http://www.diakonie.de/generalistische-pflegeausbildung-gute-gruende-dafuer-16914.html).“

Diakonie Deutschland – Evangelischer Bundesverband e. V.

Deutscher Caritasverband e. V.

„Die generalistische Pflegeausbildung ist die richtige Antwort auf die Herausforderungen unseres Gesundheitswesens (http://www.caritas.de/fuerprofis/presse/stellungnahmen/02-23-2016-was-fuer-die-generalistische-pflegeausbildung-spricht). In den Pflegeeinrichtungen leben immer mehr Menschen mit komplexen medizinisch-pflegerischen Behandlungsbedarfen. Gleichzeitig steigt der Anteil von pflegebedürftigen und demenziell veränderten Patienten in unseren Krankenhäusern. Modellprojekte haben erfolgreich erwiesen, dass die gemeinsame Ausbildung der drei bislang getrennten Pflegeberufe funktioniert. Jetzt kommt es darauf an, die Generalistik im anstehenden Pflegeberufsgesetz zügig einzuführen.“

 Deutscher Caritasverband e. V

 

 

Deutscher Berufsverband für Pflegeberufe - DBfK Bundesverband e.V.

„Der Deutsche Berufsverband für Pflegeberufe (DBfK) fordert seit Jahren die Zusammenführung der drei Pflegefachberufe zu einem neuen Beruf. Dass die generalistische Ausbildung funktioniert, beweisen etliche Schulen, die seit Jahren generalistisch ausbilden. Die Ausbildung muss in Theorie und Praxis die Kompetenzen vermitteln, die für eine möglichst lange Berufstätigkeit benötigt werden. Dadurch werden die Pflegefachfrauen und -männer länger im Beruf bleiben. Die Möglichkeit einer hochschulischen Ausbildung und die Regelung vorbehaltener Aufgaben werten den Pflegeberuf zusätzlich auf.“

Deutscher Berufsverband für Pflegeberufe - DBfK Bundesverband e.V

 

 

Deutscher Paritätischer Wohlfahrtsverband - Gesamtverband e. V.

„Der Paritätische sieht die Notwendigkeit, die Attraktivität und die Qualität der Ausbildung in der Pflege zu steigern bzw. anzuheben. Die Ausbildungsvergütung muss gesichert und die Durchlässigkeit erhöht werden. Der Pflegeberuf muss die in Zukunft an ihn gestellten Anforderungen bewältigen können. Daher ist auch eine fachliche Weiterentwicklung erforderlich. Wird der Beruf attraktiver, ist dies auch ein entscheidender Faktor im Wettbewerb um Auszubildende.

Auch können wir uns nicht den epidemiologischen und demographischen Veränderungen und damit der Zunahme von chronisch erkrankten, demenziell erkrankten oder hochaltrigen und pflegebedürftigen Menschen nicht versperren. Das Wissen in Medizin und Pflege wächst und erneuert sich in kürzer werdenden Zyklen. Der Mangel in allen Gesundheitsprofessionen führt zusammen mit der Begrenzung materieller Ressourcen zu einer Neuverteilung von Aufgaben und damit zu veränderten Kompetenzprofilen, die ausgebildet werden müssen.

Die Weiterentwicklung insbesondere des Altenpflegeberufs muss aus Sicht des Paritätischen jetzt mit dieser Reform vorangebracht werden. Das Aussetzen des Gesetzgebungsverfahrens ist keine Lösung.

Es ist vielmehr jetzt die Zeit, die mit der Reform verbundenen offenen Fragen und Probleme aufzuarbeiten und zu beantworten bzw. zu lösen. Es bedarf eines stimmigen und fachlich begründeten Konzeptes dazu, wie die Inhalte der Ausbildungen zusammengelegt werden sollen. Es bedarf  eines substantiierten Vorschlags für eine Ausbildungs- und Prüfungsverordung. Noch offene Fragen der Umsetzung sind zügig zu klären, wie zum Beispiel die der fehlenden Praxiseinsätze in der Pädiatrie oder der fehlenden Ausführungsbestimmungen für die notwendigen Kooperationsverträge, die ausbildende Einrichtungen untereinander schließen müssen.

Ein Stopp der Reform, eine Aussetzung des Gesetzgebungsverfahrens könnte jedoch das Ende der Reformbemühungen bedeuten. Deshalb unterstützt der Paritätische trotz z.T. anderslautender Meldungen diese Forderung ausdrücklich nicht.“

Dr. Ulrich Schneider,
Hauptgeschäftsführer Deutscher Paritätischer Wohlfahrtsverband

Deutscher Paritätischer Wohlfahrtsverband - Gesamtverband e. V.

 

BLGS

„Angesichts der erneuten Mobilmachung gegen die Zusammenführung der bisherigen Pflegeberufe ist es aus unserer Sicht dringend geboten jetzt ein deutliches Signal für die Generalistik zu setzen. Eine einheitliche, berufsfeldbreite Ausbildung mit Schulgeldfreiheit, die Etablierung vorbehaltener Tätigkeiten und die Möglichkeit der grundständigen Akademisierung wie im Pflegeberufsgesetz formuliert, sind wichtige Schritte zur Professionalisierung und Attraktivitätssteigerung des Pflegeberufs. Seit Jahren arbeiten wir mit den Kolleginnen und Kollegen unserer Schulen aktiv an der Umsetzung mit und werden auch in Zukunft die mit der Reform verbundenen Unsicherheiten und offenen Fragen konstruktiv einbringen und versuchen Lösungen zu finden.“

BLGS

                                                                            

Verband der Privaten Krankenversicherung e.V.

„Mit der generalistischen Pflegeausbildung erfolgt eine zukunftsfähige Weiterentwicklung der Pflegeberufe. Damit wird ein wichtiger Beitrag zur Sicherstellung einer qualitativ guten pflegerischen Versorgung durch eine ausreichende Anzahl von Pflegefachkräften geleistet. Das Berufsbild der Pflege wird darüber hinaus auf die zunehmenden Herausforderungen der Praxis vorbereitet. Mit einem generalistisch ausgerichteten Pflegestudium an Hochschulen wird ergänzend ein weiterer Beitrag zur Professionalisierung der Pflege geleistet.“

Andreas Besche

-Geschäftsführer-

Leiter des Geschäftsbereichs Pflege

Verband der Privaten Krankenversicherung e.V.

Berufsverband Kinderkrankenpflege Deutschland e. V. (BeKD)

"Der BeKD e.V. setzt sich bereits seit der Verabschiedung des 4. Krankenpflegegesetzes 2003 für eine generalistische Ausbildung mit Schwerpunktsetzung ein. Deshalb begrüßt der BeKD e.V. den grundsätzlichen Ansatz der generalistischen Ausbildung mit  Schwerpunktsetzung im Pflegeberufereformgesetz. Der Erwerb von Kompetenzen für die Pflege von Kindern und Jugendlichen und ihren Bezugspersonen muss bereits im Rahmen der beruflichen Erstqualifikation sichergestellt werden."

Berufsverband Kinderkrankenpflege Deutschland e. V. (BeKD)

 

Deutscher Bildungsrat für Pflegeberufe (DBR)

„Der Deutsche Bildungsrat für Pflegeberufe (DBR) hat sein Konzept ‚Pflegebildung offensiv‘ als Grundlage für ein neues Berufsprofil Pflege bereits vor 10 Jahren entwickelt und dieses in die fachöffentliche und politische Öffentlichkeit eingebracht. Neben den Argumenten der demografischen Herausforderung sowie der Steigerung der Attraktivität des Pflegeberufs hebt der DBR insbesondere die Fundierung der Ausbildung durch Erkenntnisse und Handlungskonzepte der Pflegewissenschaft hervor. Denn ausreichend begründet ist, dass die Wirksamkeit pflegerischen Handelns unmittelbar gebunden ist an die Qualifikation von Pflegefachpersonen. Offensichtlich ist auch, dass ein generalistisches Pflegeberufsbild in den Sozialgesetzen erkennbar ist. Unser Ziel ist es, Lernende, Schüler wie Studenten, in einer Ausbildungsstruktur zu sozialisieren, die den Anforderungen an professionelle Pflege entspricht.“

 Gertrud Stöcker,

                                                                                                                        Vorsitzende DBR

Deutscher Bildungsrat für Pflegeberufe (DBR)

 

 

Arbeiter Samariter Bund Deutschland e.V. (ASB)

„Der ASB begrüßt die geplante Pflegeberufereform als Chance, die Berufsbilder zu modernisieren und an die steigenden fachübergreifenden Anforderungen an das Pflegepersonal anzupassen. Wir unterstützen die Initiative von Staatssekretär Karl-Josef Laumann, mit einer Pressekonferenz den Startschuss zu einer breit angelegten und offenen Debatte zu diesem Thema zu geben. Inhaltlich sehen wir noch Verbesserungsbedarf bei der Finanzierungskonzeption. Zudem fehlt für eine fachlich abschließende Bewertung der Ausbildungsinhalte der Entwurf einer Ausbildungs- und Prüfungsverordnung. Schlussendlich muss die Frage beantwortet werden, wie die Lohnschere zwischen Altenpflegeberufen und Krankenpflegeberufen geschlossen werden soll . Der ASB erwartet eine Klärung dieser Themenfelder im Rahmen der Befassung der zuständigen Bundestagsausschüsse im April dieses Jahres deutlich vor der abschließenden Beschlussfassung im Bundestag.“

Ulrich Bauch,

Bundesgeschäftsführer ASB

Arbeiter Samariter Bund Deutschland e.V. (ASB)

 

Johanniter Seniorenhäuser GmbH

„Wir brauchen Generalisten. Das zeigt uns die Realität schon heute. Immer mehr alte, multimorbide und oft demenzkranke Menschen müssen in unseren Krankenhäusern und in unserer stationären wie ambulanten Altenpflege versorgt werden. Darauf müssen wir uns schon in der Ausbildung einstellen. Die Generalistik gibt Antworten auf den veränderten Bedarf. Der Inhalt und die Finanzierung der neuen Ausbildung muss aber so gesichert und gestaltet werden, dass das neue Berufsbild die Qualität der Pflege in allen Arbeitsbereichen sowie in jedem Lebensalter sicher stellt und auch für junge Menschen attraktiv ist. Eine moderne und vielseitige Ausbildung ist ein wichtiger Baustein im Kampf gegen den Fachkräftemangel.“

Ruth Moser-Weikert,

Geschäftsführerin der Johanniter Seniorenhäuser

Johanniter Seniorenhäuser GmbH

 

Verband der Schwesternschaften vom DRK e.V.

„Wir fordern die generalistische Pflegeausbildung schon seit Langem und begrüßen daher die Entscheidung des Bundeskabinetts, die drei Pflegefachberufe zu einem neuen Pflegeberuf mit Schwerpunktsetzung zusammenzuführen, ausdrücklich. Denn nur mit einer generalistischen Ausbildung kann den sich verändernden gesellschaftlichen, berufsspezifischen und arbeitsorganisatorischen Anforderungen an die professionell Pflegenden Rechnung getragen werden. Die Generalistik sehen wir als Meilenstein für die Weiterentwicklung unseres Berufes an. Gleichzeitig wird dieser dadurch an Attraktivität gewinnen.“

Generaloberin Gabriele Müller-Stutzer,

Präsidentin des Verbandes der Schwesternschaften vom DRK

Verband der Schwesternschaften vom DRK e.V.

Bundesinteressenvertretung für alte und pflegebetroffene Menschen (BIVA) e.V.

„Die historisch bedingten Unterschiede zwischen den Berufsbildern haben sich im Pflegealltag heute weitgehend aufgelöst. In den Pflegeheimen werden die Bewohner immer älter. Viele leiden unter zahlreichen Krankheiten. Die traditionelle Altenpflege im Sinne einer Grundpflege tritt gegenüber einer medizinischen Behandlungspflege immer mehr in den Hintergrund. Gleichzeitig gibt es in den Krankenhäusern zunehmend hochaltrige Patienten etwa mit Demenzsymptomen, für die auch eine altenpflegerische Betreuung angezeigt ist. In beiden Pflegebereichen kann die generalistische Ausbildung zu einer Qualitätssteigerung führen.“ (weitere Informationen unter: http://www.biva.de/biva-fuer-generalistische-pflegeausbildung/)

Dr. Manfred Stegger,
Vorstandsvorsitzender der BIVA

Banner BIVA

 

Landesarbeitsgemeinschaft Altenhilfe der Caritas in Niedersachsen

„Die generalistische Ausbildung bietet eine moderne Pflegeausbildung, die den sich verändernden Anforderungen an die professionelle Pflege Rechnung trägt. Gleichzeitig ermöglicht sie den Pflegekräften eine flexible Berufsbiographie. Die Generalistik leistet einen wichtigen Beitrag dazu, dass die Pflege zukünftig stärker auf Gesundheitsförderung und Rehabilitation sowie Anleitung und Beratung ausgerichtet ist. Wir richten den Blick auf die Herausforderungen in der Umsetzung – wir sind bereit, uns ihnen zu stellen und den Prozess aktiv zu begleiten.“ 

Franz Loth

Vorsitzender 

Landesarbeitsgemeinschaft Altenhilfe der Caritas in Niedersachsen

Caritasverband Rheine e. V.

„Wir unterstützen die Reform der Pflegeausbildung - Ja zur Generalistik! Mit der Zusammenführung der Pflegeausbildung wird es gelingen, die Qualität und Quantität der Pflege dauerhaft zu sichern und die zukünftig erforderlichen Auszubildenden zu gewinnen. Die neue Pflegeausbildung wird der Grundstein sein für ein aufgewertetes Berufsbild und ein gestärktes Selbstbewusstsein. Für einen attraktiven Beruf in einem umkämpften Ausbildungs- und Arbeitsmarkt.“

Klaus Jäger

Abteilungsleiter Gesundheit und Alter

 Caritas Rheine

Caritas-Gemeinschaft für Pflege- und Sozialberufe Bayern e. V.

„Wir unterstützen das Vorhaben der Bundesregierung, eine neue generalistisch ausgerichtet Pflege-ausbildung zu schaffen. Jetzt schon arbeiten die drei Pflegefachberufe in der Praxis oft eng zusammen. Dabei werden auch häufig die gleichen Leistungen erbracht, jedoch ist der Status nicht der gleiche. Häufig unterscheidet sich auch noch die Bezahlung. Eine gemeinsame Ausbildung und Berufsbe-zeichnung würde der Realität des pflegerischen Alltags Rechnung tragen.

Für eine generalistische Ausbildung spricht u.a. auch, dass die Anerkennung der Ausbildung innerhalb der EU automatisch gegeben sein wird, so wie es aktuell nur in der Gesundheits- und Krankenpflege der Fall ist. Der EU-Rahmen ist auch gleichzeitig ein Qualitätskriterium und beugt Bestrebungen vor, wie z.B. der Absenkung der Zugangsvoraussetzungen in der Altenpflege. Die pflegerische Versorgungsqualität darf nicht vom Lebensalter abhängen!“

Claudia Hauck

Geschäftsführerin

Caritas Bayern

Caritasverband Herne e.V.

„Die neue Pflegeberufsausbildung ist eine gute Antwort auf die veränderten Anforderungen, die sich durch die demografischen Veränderungen für unser Gesundheitssystem ergeben". Wir versorgen zunehmend hochbetagte und pflegebedürftige Menschen. Durch eine kürzere Verweildauer im Krankenhaus müssen immer mehr ältere Menschen in Altenheimen und durch ambulante Pflegedienste auch pflegerisch-medizinisch weiterversorgt werden. Und es steigt die Zahl älterer und demenzkranker Patienten in den Krankenhäusern.

Darauf bereitet eine generalistische Pflegeausbildung die Fachkräfte vor. Die Möglichkeit zum Wechsel zwischen den unterschiedlichen Tätigkeitsfeldern wird auch die Attraktivität des Pflegeberufs erhöhen und so dem Fachkräftemangel entgegenwirken. Das Pflegeberufsgesetz sichert zudem die Anerkennung des Berufsabschlusses in allen EU-Mitgliedstaaten.“

Ansgar Montag
Vorstand
Caritasverband Herne e.V.

Caritasverband Herne e.V.

 

Deutscher Evangelischer Verband für Altenarbeit und Pflege e.V. (DEVAP)

„Der DEVAP unterstützt die Umsetzung des Pflegeberufegesetzes auch deshalb ausdrücklich, weil es erstmals pflegerische Tätigkeiten festlegt, die ausschließlich von Pflegefachfrauen und -männern durchgeführt werden dürfen. Damit ist Pflege endlich nicht länger ein Assistenzberuf in der gesundheitlichen Versorgung. Diese Aufwertung steigert die Attraktivität des Berufs. Zur Gewinnung von Auszubildenden und somit zur Fachkräftesicherung trägt außerdem bei, dass die Schulgeldfreiheit endlich verbindlich und bundesweit für alle Auszubildenden gilt und angemessene Ausbildungsvergütungen gezahlt werden.“

Imme Lanz,

Geschäftsführerin DEVAP

Deutscher Evangelischer Verband für Altenarbeit und Pflege e.V. (DEVAP)

 

Deutscher Evangelischer Krankenhausverband e. V.

„Der Deutsche Evangelische Krankenhausverband (DEKV) sagt Ja zur Reform der Pflegeausbildung, damit Patienten profitieren. Die Anforderungen sind gestiegen, Überschneidungen der Aufgabenfelder wie bspw. in der Versorgung von Menschen mit Demenz erfordern dieselben Kompetenzen. Voraussetzung für eine hochqualifizierende Ausbildung kann nur die mittlere Reife sein. Ergänzend muss deshalb eine zweijährige Assistenzausbildung bundesgesetzlich integriert werden. So erhalten alle Interessierten einen Zugang und Abschuss einer Pflegeausbildung. Es braucht jetzt politischen Willen, attraktive Grundlagen zu schaffen.“

Oberin Andrea Trenner,

stellvertretende Vorsitzende des DEKV

Deutscher Evangelischer Krankenhausverband e. V.

 

Katholischer Krankenhausverband Deutschlands e.V. (KKVD)

„Mit der generalistischen Ausbildung entsteht ein neues Berufsbild, das der Pflegequalität in Deutschland einen Schub verleihen wird. Der Katholische Krankenhausverband Deutschlands (KKVD) unterstützt dieses Vorhaben ausdrücklich. Die Altersstruktur unserer Patienten verändert sich, die Aufgaben in den Krankenhäusern werden komplexer. Daraus resultiert ein vielschichtiger Behandlungsbedarf mit neuen Schnittmengen etwa zwischen der Alten- und Krankenpflege. Gute Pflege betrachtet den Patienten als ganzen Menschen und die Grundlagen dafür funktionieren altersunabhängig. Wir können es uns nicht leisten, die historische Chance für die Generalistik in Deutschland nun leichtfertig zu vergeben.“

Bernadette Rümmelin,

Geschäftsführerin

 Katholischer Krankenhausverband Deutschlands e.V. (KKVD)

 

Verband katholischer Altenhilfe in Deutschland e.V. (VKAD)

„Damals hat unser Verband den Altenpflegeberuf mit begründet. Heute treten wir für einen generalistischen Pflegeberuf ein, der auf die künftigen Anforderungen antwortet. Es geht um eine neue Qualität der Ausbildung. Es geht um einen neuen Beruf und nicht die Zusammenführung von Altem. Denn wir wollen die Versorgung alter Menschen in unterschiedlichen Pflegesettings verbessern. Wir wollen flüssige Übergänge ermöglichen vom Krankenhaus zur Sozialstation, von der Kurzzeitpflege in die Langzeitpflege. Das beginnt in der Ausbildung. Fragen zur Umsetzung? Ja! Aber: Wir schaffen das wieder!“

Dr. Hanno Heil,

Vorsitzender VKAD

Verband katholischer Altenhilfe in Deutschland e.V. (VKAD)

 

 

Katholischer Pflegeverband e.V.

„Die generalistische Pflegeausbildung ist für uns als Kath. Pflegeverband – die innovative – kompetenzfördernde Pflegeausbildung auf Zukunft hin. Der Mehrwert der generalistischen Pflegeausbildung ist die Antwort auf den Wandel und die Bedarfe der Zukunft. Sie wird einerseits eine professionelle Pflege und Betreuung über alle Altersstufen und Versorgungssektoren qualitativ sicherstellen und fußt auf dem Konzept des lebenslangen und des organisationalen Lernens. Es geht uns um die Menschen die Pflege und Betreuung von uns erwarten und um die Menschen die in der Pflege arbeiten.“

Katholischer Pflegeverband e.V. 

 

Johanniter GmbH

„Komplexe Pflegesituationen erfordern eine an Schlüsselkompetenzen orientierte Ausbildung, denn wir haben heute in unseren Kliniken vermehrt multimorbide Patienten und in den Seniorenhäusern Bewohner mit einem sehr hohen Pflegebedarf. Deshalb brauchen wir breit und fundiert ausgebildete Generalisten – Tendenz steigend. So können wir professionell und damit patienten- bzw. bewohnerorientiert handeln. Zugleich erweitert der neue Pflegeberuf die beruflichen Karrierewege: Ein Wechsel zwischen den Sektoren bzw. Arbeitsfeldern ist leichter möglich. Mit der Generalistik erfolgt überdies die Anpassung an den EU-Standard. An eine anschließende Spezialisierung ist trotzdem gedacht und von uns gewünscht. Eine parallele Betrachtung der ärztlichen Aus- und Weiterbildung bestätigt dies.“

Frank Böker,

Vorsitzender der Geschäftsführung der Johanniter GmbH

Johanniter GmbH

 

Bundesverband Pflegemanagement e.V.

„Für den Bundesverband Pflegemanagement ist die Generalistik der einzig richtige Ansatz für eine Pflege mit Zukunft. Eine Pflege, die an den Bedürfnissen der Patienten ausgerichtet ist und nicht an überholten Standards festhält. Eine einheitliche Ausbildung ist die notwendige Grundlage für eine sektorenübergreifende, qualitativ hochwertige und sichere Versorgung der Patienten. Gleichzeitig schafft die generalistische Ausbildung Wahlmöglichkeiten und Entwicklungsperspektiven und steigert so die Attraktivität des Pflegeberufs.“

Peter Bechtel,

Vorstandsvorsitzender Bundesverband Pflegemanagement

Bundesverband Pflegemanagement e.V.

Deutscher Pflegeverband (DPV) e.V.

„Mit der Generalistik wird dem Fachkräftemangel und den geänderten Anforderungen an das Pflegepersonal entsprochen. Gleichzeitig erhöht sich die horizontale und vertikale Durchlässigkeit im Bildungssystem bei zusätzlichen Einsatz- und Aufstiegsmöglichkeiten für Pflegefachpersonen. Zudem bedeutet die Generalistik eine automatische Anerkennung des Abschlusses in Europa. Insgesamt wird somit die Pflegeprofession als Ausbildungsberuf attraktiver und zukunftsfähiger.“

Deutscher Pflegeverband (DPV) e.V.

Deutsche Gesellschaft für Fachkrankenpflege und Funktionsdienste (DGF)

„Im Zuge einer qualitativ hochwertigen Gesundheitsversorgung ist es längst an der Zeit, eine Reform der Pflegeausbildungen vorzunehmen, um die zukünftige Versorgung aller Patienten und Bewohner sicher zu stellen. Die Versorgungssituationen sind auf Grund von Multimorbidität, ansteigenden Demenzerkrankungen und deliranten Syndromen zunehmend komplexer geworden – und werden es im Rahmen der demographischen Wandels bleiben - und erfordern ein Höchstmaß an Handlungskompetenz aller Pflegenden im deutschen Gesundheitssystem. Eine generalistische Ausbildung mit Schwerpunktbildung wird zu dieser hohen und notwendigen Handlungskompetenz verhelfen. Alle bisherigen curricularen Strukturen zeigen deutlich Ressourcen für die damit gekoppelten notwendigen Inhalte auf, sodass die Umsetzung einer gemeinsamen Ausbildung gut realisierbar ist. Fähig- und Fertigkeiten aus allen drei bisherig getrennt ausgebildeten Berufsgruppen können  somit synergistisch in einem neuen Curriculum gewinnbringend für alle Lernenden und schließlich für alle Betroffenen, Patienten wie Bewohner, abgebildet werden.  Es resultiert nicht nur eine optimierte Versorgungsqualität sondern nebenher auch eine Steigerung der Attraktivität des Berufes, womit sich wieder vermehrt Menschen für diesen wertvollen Beruf interessieren und dem drohenden Defizit an Fachkräften entgegenwirken.“

Deutsche Gesellschaft für Fachkrankenpflege und Funktionsdienste (DGF)

                                                                                                                

Deutsches Institut für angewandte Pflegeforschung e.V. (dip)

„Das Deutsche Institut für angewandte Pflegeforschung e.V. (dip) hat viele Projekte zur Zusammenführung der Pflegeausbildungen in Bund und Ländern unterstützt und durchgeführt. Dazu gehörte auch das große Bundesmodellprojekt „Pflegeausbildung in Bewegung“. Daher und aus vielen Expertengesprächen wissen wir, dass die Generalistik nötig, in drei Jahren machbar, für junge Menschen und für Arbeitgeber gleichermaßen attraktiv und damit zukunftsorientiert ist. Das spricht für die Generalistik jetzt!“

Deutsches Institut für angewandte Pflegeforschung e.V. (dip)

Deutsche Gesellschaft für Pflegewissenschaft

Die Deutsche Gesellschaft für Pflegewissenschaft begrüßt die Integration der historisch gewachsenen Traditionen von Altenpflege, Gesundheits- und Krankenpflege sowie Gesundheits- und Kinderkrankenpflege und wird diesen Prozess durch pflegewissenschaftliche Expertise mit Blick auf Fragen der inhaltlich-curricularen Ausgestaltung der neuen Bildungsgänge, der strukturellen Weiterentwicklung im Pflegewesen sowie der Evaluation unter Gesichtspunkten international etablierter Pflegeexpertise unterstützen.

Es ist dringend notwendig, auf curricularer Ebene zu klären, wie das eher sozialpflegerische Paradigma der Altenpflege mit dem z.T. krankheitsorientierten Verständnis der Kranken- und Kinderkrankenpflege vereinbar ist, um die laufende Diskussion um die „Generalistik“ zu versachlichen. Darüber hinaus müssen Vorschläge entwickelt werden, wie im Rahmen der pflegerischen Weiterbildung sowie der hochschulischen Qualifikation die unterschiedlichen Anforderungen der jeweiligen Tätigkeitsfelder sichergestellt werden können.

Vorstand der Deutschen Gesellschaft für Pflegewissenschaft

Deutsche Gesellschaft für Pflegewissenschaft

 

Deutsche Netzwerk für Qualitätsentwicklung in der Pflege

Das Deutsche Netzwerk für Qualitätsentwicklung in der Pflege (DNQP) unterstützt die Initiative für eine generalistische Pflegeausbildung. Das DNQP verfolgt seit seiner Gründung einen sektorübergreifenden Ansatz in der pflegerischen Qualitätsentwicklung, der sich auf alle derzeitigen Pflegeberufe bezieht. Zentrale Qualitätsrisiken in der pflegerischen Versorgung bestehen in  allen Bereichen der Pflegepraxis und verlangen von allen professionellen Pflegefachkräften entsprechende Antworten.

Deutsche Netzwerk für Qualitätsentwicklung in der Pflege


Verband der Pflegedirektorinnen und Pflegedirektoren der Universitätskliniken und medizinischen Hochschulen Deutschlands e.V. (VPU)

"Um den hohen Ansprüchen einer immer älter werdenden Bevölkerung, der Multimorbidität und den permanent wachsenden Anforderungen an das Pflegepersonal in sämtlichen Gesundheitseinrichtungen gerecht zu werden und so eine optimale Patientenversorgung gewährleisten zu können, ist die generalistische Pflegeausbildung absolut unumgänglich. Nur so kann eine optimale Ressourcenverteilung und letztlich eine moderne Weiterentwicklung der Profession Pflege stattfinden. Der VPU fordert die Generalistik jetzt."

Torsten Rantzsch,

Vorstandsvorsitzender VPU

Verband der Pflegedirektorinnen und Pflegedirektoren der Universitätskliniken und medizinischen Hochschulen Deutschlands e.V. (VPU)

 Deutsche Fachgesellschaft Psychiatrische Pflege e.V.

„Pflegeanforderungen sind nicht an Organisationen und Einrichtungen gebunden: Somatische und psychiatrische Probleme, Gebrechlichkeit, Funktionseinbußen und Behinderung, belastende Lebensereignisse und Krisen kommen neben weiteren Pflegephänomenen in nahezu allen Arbeitsfeldern der Pflege vor. Konzeptionell ist die Generalistik daher der einzig sinnvolle Weg, um künftige Pflegefachpersonen auf die vielfältigen Anforderungen des Berufs vorzubereiten. Die Generalistik ist außerdem in Europa Standard. Der deutsche Sonderweg der Pflegebildung hatte der Entwicklung des Berufs in den vergangenen Jahren nicht gut getan. Um in einem europäischen Binnenmarkt und in einer globalisierten Welt Bestand zu haben, muss die Pflege in Deutschland auf möglichst vielen Ebenen internationale Standards erreichen.“           

Deutsche Fachgesellschaft Psychiatrische Pflege e.V.

 

Netzwerk: Soziales neu gestalten (SONG)

„Eine generalistische Pflegeausbildung erhöht im stärker werdenden Wettbewerb um Nachwuchskräfte die Attraktivität der Pflegeberufe und öffnet den Weg zu einem gemeinsamen Pflegetarif. Darüber hinaus unterstützen modular aufgebaute und durchlässige Ausbildungskonzepte die vom Netzwerk: Soziales neu gestalten (SONG) geforderte stärkere sektorübergreifende Durchlässigkeit der Versorgungssysteme.“

Netzwerk: Soziales neu gestalten (SONG) 

 

Pflegestudiengang Bachelor of Nursing der Evangelischen Hochschule Berlin (EHB)

„Pflege zu studieren ist modellhaft seit über 10 Jahren in unserem Studiengang Bachelor of Nursing möglich. Unsere Absolventinnen und Absolventen münden in die verschiedensten pflegerischen Arbeitsfelder ein. Sie sind in akutklinischen Settings ebenso tätig wie in Einrichtungen der Langzeitpflege oder der ambulanten Kinderkrankenpflege. Für uns zeigt sich: Eine Ausrichtung des Pflegestudiums auf spezifische Altersgruppen ist nicht mehr zeitgemäß. Eine moderne, zukunftsfähige Pflegebildung richtet sich in Ausbildung und  Studium an der Vielfalt und Komplexität pflegerischer Bedarfe in allen Lebensphasen aus.“

Pflegestudiengang Bachelor of Nursing der Evangelischen Hochschule Berlin (EHB)

                                                                                                                          

 

ProGeWi Strategie & Prozessbegleitung Gesundheitswirtschaft

„Als ehemalige Pflegedirektorin der Charité mit umfangreicher Erfahrungen in insgesamt 47–jähriger Berufszugehörigkeit sowie heutige Vorsitzende im Aktionsbündnis Patientensicherheit unterstütze ich persönlich Ihr Positionspapier zur Generalistischen Berufsausbildung der Pflegeberufe uneingeschränkt. Ihre Argumente kann ich sämtlich unterstreichen. Zusätzlich möchte ich anführen, dass auch die Patientensicherheit durch eine gemeinsame Basisausbildung wesentlich unterstützt wird. Ich sehe insbesondere in der Sektor-übergreifenden pflegerischen Versorgung erhebliche Vorteile, die den Patienten und Bewohnern in Kliniken, Pflegeeinrichtungen wie in der ambulanten Pflege wesentlich zu Gute kommen wird. Ich hoffe sehr, dass sich die Parlamentarier in den Fraktionen durch Partialinteressen im weiteren parlamentarischen Verfahren nicht beindrucken lassen, sondern die großen Entwicklungsmöglichkeiten für Kranke, Alte und Pflegende gleichermaßen als ein zukunftsweisendes Konzept verstehen. Ich beglückwünsche Sie zum bisher vorbereiteten Gesetzentwurf ausdrücklich und wünsche Ihnen und uns allen weiterhin gutes Gelingen!“

Hedwig François-Kettner,

Geschäftsführerin ProGeWi

ProGeWi Strategie & Prozessbegleitung Gesundheitswirtschaft

 

                                                                                                                                                                                              

 

AnbieterVerband qualitätsorientierter Gesundheitspflegeeinrichtungen e. V. (AVG)

„Wir brauchen die generalistische Pflegeausbildung mehr denn je. Es geht nicht darum, dass eine Berufsgruppe abgeschafft werden soll. Es geht um die gesamte Entwicklung der Berufe der Pflege und vor allem darum, dass diese auch in Zukunft die an sie gestellten Anforderungen erfüllen können.

Thomas Meißner,

Vorstandsmitglied AVG

 

AnbieterVerband qualitätsorientierter Gesundheitspflegeeinrichtungen e. V. (AVG)

 

 

Bundesfachvereinigung Leitender Krankenpflegepersonen der Psychiatrie e.V. (BFLK)

„Aus Sicht der BFLK ist die generalistische Ausbildung alternativlos und der einzige Weg in Europa auf Augenhöhe zu qualifizieren und zukunftsfähig auszubilden. Psychiatrisch Pflegende denken ganzheitlich, dann sollte auch die Ausbildung dieser Prämisse folgen. Pilotprojekte zeigen ausschließlich gute Ergebnisse, dann sollte das gesamte Gesundheitswesen davon profitieren. Die Finanzierung ist auf alle Schultern verteilt, dann sollte endlich die generalistische Ausbildung kommen!“

 

Bundesfachvereinigung Leitender Krankenpflegepersonen der Psychiatrie e.V. (BFLK) 

 

Deutscher Berufsverband für Pflegeberufe (DBfK) Südost, Bayern-Mitteldeutschland e.V.

„Der Deutsche Berufsverband für Pflegeberufe hat sich viele Jahre für die generalistische Ausbildung eingesetzt, weil die Pflege dadurch eine Aufwertung erfährt und ein notwendiger Reformschritt hin zu einem modernen Berufsbild eingeleitet wird. Erstmals werden nun vorbehaltene Tätigkeiten und damit klar definierte Aufgabenbereiche für die Pflege festgelegt. Auch die Praxisanleitung wird mit zehn Prozent der praktischen Einsätze zukünftig geregelt. Und zudem wurde für Abiturienten/innen die Möglichkeit für ein Pflegestudium geschaffen. Eine moderne Pflege muss im Wettbewerb um die besten Schüler/innen attraktiv gestaltet werden. Sie darf den europäischen Anschluss nicht verpassen. Das wäre fatal. Der vorliegende Gesetzentwurf erfüllt die Voraussetzungen für eine moderne Pflege. Das Gesetz muss nun zügig den parlamentarischen Weg passieren.“

Dr. Marliese Biederbeck,

Geschäftsführung DBfK Südost, Bayern-Mitteldeutschland

Deutscher Berufsverband für Pflegeberufe (DBfK) Südost, Bayern-Mitteldeutschland e.V.

Evangelische und Johanniter Bildungs-GmbH

„Mit der generalistischen Pflegeausbildung schließen wir an die internationalen Standards an und erfüllen die EU-Berufsanerkennungs-Richtlinien. Zwingend ist hier die Berücksichtigung der elementaren Unterschiede in der Gesundheits- und Krankenpflege, der Gesundheits- und Kinderkrankenpflege und der Altenpflege, hier müssen im Verlauf der Ausbildung die Schwerpunkte differenziert und konzentriert herausgearbeitet werden. Dieser Herausforderung gilt es sich, mit aller Konsequenz, zu stellen.“

Evangelische und Johanniter Bildungs-GmbH

 

 

Johanniter-Schwesternschaft e.V.

„Mut zur Reform! Rund 40 Modellversuche haben gezeigt, dass die bisherigen Pflegeausbildungen nahezu deckungsgleich sind. Die Pflegeschulen der Johanniter haben sich deshalb vorbereitet die Generalistik einzuführen. Der Umstellungsprozess muss starten. Das von Scharfenberg (Die Grünen) und NRW Gesundheitsministerin Steffens geforderte Moratorium, das laufende Gesetzgebungsverfahren zu unterbrechen, stellt ein Risiko für die Entwicklung der Pflege in Deutschland dar. Wir brauchen jetzt eine Pflegebildung, die uns zukunftsfähig macht!“ 

Andrea Trenner,

Ordensoberin

Johanniter Schwesternschaft e.V.

Sektion Bildung der Deutschen Gesellschaft für Pflegewissenschaften

„Die Mitglieder der Sektion Bildung sehen in den Reformbestrebungen zur Generalistik die Chance, Pflegebildung unabhängig von Lebensaltern der Patienten/Klienten/Bewohner neu zu konzipieren und damit den komplexen gesellschaftlichen Herausforderungen an Pflege begegnen zu können. In diesem Zusammenhang begrüßen wir ausdrücklich, dass erstmals Vorbehaltstätigkeiten für Pflegende formuliert werden und das Pflegestudium zu einem Regelangebot wird.

Eine Reform der Pflegeausbildung muss neben der Orientierung an gesellschaftlichen Ansprüchen auf die Bildungsinteressen der Auszubildenden und Studierenden bezogen sein. Dies erfordert eine didaktische Rahmung, die auf exemplarischem Lernen sowie einem differenzierten Verständnis zu den Lernorten beruht und die Reflexivität der Lernenden stärkt.

Die Mitglieder der Sektion Bildung begleiten den Reformprozess der Pflegebildung seit mehreren Jahren und werden diesen Prozess auch weiterhin konstruktiv unterstützen (Stellungnahmen abrufbar unter: http://www.dg-pflegewissenschaft.de/2011DGP/sektionen/lehre-und-bildung/bildung).“

Banner DGP Sektion Bildung

 

Sächsischer Pflegerat (SPR)

„Der SPR unterstützt ausdrücklich die Pflegeberufereform und lehnt eine Verschiebung ab. Seit 20 (!) Jahren wird über generalistische Ausbildung diskutiert. Die Akademisierung ist lange überfällig, ebenso wie die Festschreibung vorbehaltener Aufgaben. Warum zahlreiche Organisationen dieses Vorhaben ablehnen und die Diskussion um die Ausgestaltung des Pflegeberufes nicht den Angehörigen des Berufes selbst überlassen, ist nicht erkennbar und würde in umgekehrter Form wohl zu Recht auf Ablehnung stoßen.“

Michael Junge,

Vorsitzender SPR

Sächsischer Pflegerat (SPR)

 

Pflegerat NRW

„Die generalistische Ausbildung erhöht die Attraktivität der Pflegeberufe, weil die horizontale und vertikale Durchlässigkeit verbessert wird. Die Schülerinnen und Schüler werden dann in allen Pflegebereichen eingesetzt. Damit werden auch die Auszubildenden der Krankenhäuser die Arbeit in stationären Altenhilfeeinrichtungen kennen lernen. Gleichzeitig wird die Beschränkung der Schülerinnen und Schüler aus Altenhilfeeinrichtungen abgeschafft. Ebenso verbessert das grundständige Pflegestudium die Aufstiegsmöglichkeiten.“

Ludger Risse,

Vorsitzender Pflegerat NRW

Pflegerat NRW

 

Landespflegerat Baden-Württemberg

"Ich habe in der Altenhilfe gearbeitet und arbeite nun im Krankenhaus und kenne beide Arbeitsgebiete. Wir können nur voneinander lernen. Die stationären Altenhilfeeinrichtungen werden in Zukunft noch viel mehr multimorbide, hochpflegeaufwendige Menschen beherbergen. Diesen Herausforderungen kann auf Dauer nur eine gemeinsame Ausbildung begegnen. Gemeinsame Wurzeln werden die Grenzen in den Köpfen der Kolleginnen und Kollegen sprengen. Die gemeinsame Wurzeln sind eine gute Grundlage für die Pflegekammer. Deshalb bin ich dafür."


Ernst Olbricht,
stellvertretender Vorsitzender des Landespflegerates Baden-Württemberg

Landespflegerat Baden-Württemberg

 

Dachverband der Pflegeorganisationen Rheinland-Pfalz e.V. (DPO)

„Über eine gemeinsame Ausbildung der in Deutschland aus historischen Gründen  nach Altersstufen getrennten Pflegeberufe wird seit über 20 Jahren intensiv diskutiert. In  einer generalistischen Ausbildung werden die für die Pflege von Menschen in jeder Altersstufe erforderlichen Kompetenzen vermittelt.  Die Besonderheiten und Stärken der bisherigen drei getrennten Berufe werden zu einem neuen Pflegeberuf mit einem einheitlichen Berufsabschluß weiterentwickelt. Eine Fülle von Modellversuchen hat eindeutig bewiesen, dass der mit dem geplanten Pflegeberufegesetz eingeschlagene Weg eindeutig der richtige und zukunftsweisende ist. Die gelebte Wirklichkeit zeigt zudem, dass sich die Arbeitsfelder der drei getrennten Berufe längst vermischt haben. Eine Beibehaltung des Status Quo ist also nur als Anachronismus anzusehen. Eine gemeinsame Ausbildung verbessert die Möglichkeiten der beruflichen Mobilität auf vielfältige Weise und wird die Attraktivität des Pflegeberufs deutlich steigern. Der DPO begrüßt ganz ausdrücklich das geplante Pflegeberufegesetz mit dem die schon lange überfällige Neuausrichtung endlich auf den Weg gebracht ist.“

Dr. phil. Helmut Müller,

Vorsitzender DPO

Dachverband der Pflegeorganisationen Rheinland-Pfalz e.V. (DPO)

 

Caritasverband für das Erzbistum Berlin e.V.

„So umfassend, wie die Anforderungen an Pflege sind, so umfassend sollte auch eine moderne Pflegeausbildung sein. Es macht keinen Sinn, in der Ausbildung von Fachkräften zwischen Alten- und Krankenpflege zu trennen. Pflege muss den individuellen Pflegebedarf erfassen, beurteilen und fachlich angemessen handeln. Lebensumstände und Umfeld müssen einbezogen werden. Das gilt für Menschen jeden Alters. Pflegeausbildung muss deshalb heute generalistisch aufgebaut sein. Statt nach Berufsbildern zu trennen, müssen Fähigkeiten und Sichtweisen vermittelt werden, die unabhängig vom Einsatzort befähigen, das Richtige zu tun. Generalistik heißt auch, die Attraktivität des Berufes zu verbessern. So werden künftige Pflegefachleute flexibel in der Wahl ihres Beschäftigungsfeldes und Einsatzortes – und zwar europaweit!“

Swantje Kersten,
Fachreferentin Pflege, Gesundheit, Prävention

Caritasverband für das Erzbistum Berlin e.V.

 

Diakonisches Werk Berlin-Brandenburg-schlesische Oberlausitz e. V. (DWBO)

"Die Pflegebedarfe verändern sich durch den demographischen Wandel stark. Wir erwarten, dass die generalistische Ausbildung dazu beitragen wird, die Versorgung von pflegebedürftigen Menschen in Krankenhäusern, stationären Pflegeeinrichtungen und in der Häuslichkeit zu verbessern."

Diakonisches Werk Berlin-Brandenburg-schlesische Oberlausitz e. V. (DWBO)

Caritasverband für das Erzbistum Paderborn e.V.

Der Diözesan-Caritasverband Paderborn ist überzeugt, dass die generalistische Pflegeausbildung der richtige Weg ist, um die pflegerische Versorgung auch zukünftig zuverlässig und in hoher Qualität sicherzustellen. Das Paderborner Modellprojekt 2004 – 2008 hat -  wie viele andere Modellprojekte - gezeigt, dass die zur professionellen Pflege erforderlichen Kompetenzen in einer generalistischen Ausbildung erworben werden. Generalistisch ausgebildete Pflegefachfrauen /-männer werden ohne Einschränkungen in allen Arbeitsfeldern der allgemeinen Pflege tätig sein können. Dies steigert die Attraktivität des Pflegeberufes. Pflegekompetenz und Attraktivität – beides ist notwendig und wird durch die Reform unterstützt.

Brigitte von Germeten-Ortmann

Leiterin Abt. Gesundheits- und Altenhilfe

Caritas Paderborn 

Caritasverband für die Erzdiözese Freiburg e.V.

„Zahlreiche Modellversuche und Gutachten haben bestätigt, dass eine Bündelung der bisher getrennt erfolgenden Pflegeausbildungen möglich, sinnvoll, zukunftsweisend und international kompatibel ist. Deshalb unterstützt der Caritasverband für die Erzdiözese Freiburg das Anliegen, das eingeleitete Gesetzgebungsverfahren jetzt zügig und erfolgreich zum Abschluss zu bringen. Sicher gibt es zahlreiche berechtigte Fragen und Kritikpunkte. Diese werden jedoch nie im Vorfeld umfassend und abschließend geklärt werden können. Um fachlich und international nicht den Anschluss zu verlieren, brauchen wir jetzt eine klare Entscheidung zu Gunsten der Generalistik.“

Helmut Gnädig

Abteilungsleiter Gesundheits- und Altenhilfe

Caritasverband für die Erzdiözese Freiburg e.V.

 

Vivantes Institut für berufliche Bildung im Gesundheitswesen

„Als eine große Ausbildungsstätte, unter deren Dach die drei Ausbildungen parallel durchgeführt werden, erleben wir seit Jahren, was rund  40 Modellversuche ebenfalls aufgezeigt haben: die drei Ausbildungen sind fast deckungsgleich. Mit Blick auf die für eine moderne, professionelle Pflege in der Ausbildung zu entwickelnden Kompetenzen ist die Trennung von der Lebensalter-Orientierung längst überfällig. Die Definition von Vorbehaltsaufgaben und die erstmalige quantitative Festschreibung von Praxisanleitung im Gesetz  sind wichtige Fortschritte,  die umgesetzt werden müssen. Mit der generalistischen Pflegeausbildung machen wir einen wichtigen Schritt, um den Anschluss in Europa nicht zu verpassen. Eine Verzögerung bei der Einführung des neuen Pflegeberufegesetzes würde die Pflege in Deutschland zurückwerfen -  wir brauchen diese überfällige Reform jetzt!“

Banner Vivantes

 

BBT-Gruppe

„„Wir begrüßen die generalistische Pflegeausbildung als zentrale Innovation für die Pflege. Wir alle gewinnen durch die Vernetzung von Alten-, Kinder- und Krankenpflege, aber auch der Pflege in der Psychiatrie, weil wir uns in Zukunft auf eine an individuellen Bedürfnissen orientierte Pflege verlassen können. Zudem gewinnen Pflegekräfte durch eine sektorenübergreifende Ausbildung an Flexibilität für ihre weitere berufliche Entwicklung.“

Matthias Warmuth,

Geschäftsführer BBT

BBT-Gruppe

 

Fortbildungsakademie für Gesundheitshilfe Olpe

„Länderübergreifend sind vielfältige Modellprojekte unter wissenschaftlicher Begleitung durchgeführt und evaluiert worden. Die Ergebnisse sind eindeutig. An der Fortbildungsakademie für Gesundheitshilfe in Olpe werden die Ausbildungsberufe in der Gesundheits- und Krankenpflege sowie in der Altenpflege seit 25 Jahren unter einem Dach geführt. Wir sprechen uns einstimmig für eine generalistische Ausbildung aus und erlauben uns nach dieser langen Zeit zu sagen ‚Wir wissen warum‘.“


Wolfgang Fischbach
Leiter der Fortbildungsakademie für Gesundheitshilfe

Fortbildungsakademie für Gesundheitshilfe Olpe

 

Altenpflegeschule im Hufeland-Haus der Inneren Mission Frankfurt

„Wir sind eine der ersten Altenpflegeschulen, die in Hessen gegründet wurden und haben viel Erfahrung in der Altenpflegeausbildung. Wir wissen, worauf es ankommt.

Als Schulteam sind wir für die generalistische Pflegeausbildung, weil sie den jungen Menschen eine breite Perspektive an Möglichkeiten eröffnet. Wir wissen auch, dass dies kein Selbstläufer wird und es darauf ankommt, was inhaltlich im Lehrplan aufgenommen werden wird. Die Erfahrung der Altenpflege hat hier viel Positives beizutragen – auch in der dann generalistischen Ausbildung. Wir sind überzeugt davon: Der nun mit dem Gesetzesentwurf eingeschlagene Weg ist der richtige und wir teilen die Argumente, die Caritas und Diakonie in ihrem Policy-Papier hierzu 2/2016 veröffentlicht haben.“

 

Marion Kleinfeller,

Leiterin der Altenpflegeschule

 Altenpflegeschule im Hufeland-Haus der Inneren Mission Frankfurt

Berufsförderungswerk Hamm GmbH – Fachseminar für Altenpflege

„In unserem Fachseminar für Altenpflege bilden wir derzeit 250 Teilnehmerinnen und Teilnehmer in der Altenpflege aus. Unsere Absolventen arbeiten jedoch bereits heute in allen ambulanten und stationären Pflegeeinrichtungen sowie in Krankenhäusern. In Modellversuchen wurde hinreichend bewiesen, dass die zu entwickelnden Kompetenzen in allen drei Pflegeberufen überwiegend deckungsgleich sind. Eine generalistische Ausbildung wird die Pflegeausbildung aufwerten und ermöglicht den Absolventen ein breiteres Angebot der beruflichen Entwicklung. Im Wettbewerb mit anderen Berufsfeldern ist diese Reform dringend erforderlich, um weiterhin ausreichend Bewerber für diesen anspruchsvollen Berufsweg in einer alternden Gesellschaft begeistern zu können. Deshalb fordern wir: Generalistik jetzt!“

Berufsförderungswerk Hamm GmbH – Fachseminar für Altenpflege

 

Katholische Kliniken im Märkischen Kreis

„Veränderte gesellschaftliche Anforderungen stellen die Berufsgruppe der Pflegenden vor neue Herausforderungen. Eine verbesserte Anerkennung des Berufsbildes und die Möglichkeit des grundständigen Studiums der Pflege können den Pflegeberuf für mehr Schulabgänger interessant machen. Momentan sinkende Bewerberzahlen zeigen allerorts, dass dies schon jetzt erforderlich ist. Die generalistische Pflegeausbildung wertet die Pflegeberufe als Profession auf!“

Katholische Kliniken im Märkischen Kreis

 

Zentralschule für Gesundheitsberufe St. Hildegard Münster

„Wir unterstützen die generalistische Pflegeausbildung, weil sie durch die Nennung von Vorbehaltsaufgaben die Kompetenzen unseres Pflegeberufes herausstellt und damit zur Professionalisierung und Qualifizierung unseres Berufsstandes beiträgt. Und weil durch die Ermöglichung einer hochschulischen Ausbildung, die wir an unserer Schule schon seit dem 1. Oktober 2010 vorhalten, die Attraktivität des Pflegeberufes deutlich gesteigert und eine EU-weite Anerkennung ermöglicht wird!“

Gregor Uphoff,

Schulleiter ZfG St. Hildegard

Zentralschule für Gesundheitsberufe St. Hildegard Münster

Franziskus Hospital Bielefeld

„Zunehmend werden in deutschen Krankenhäusern Patient*innen mit Alters- und multimorbiden Erkrankungen versorgt. Gleichzeitig nimmt in der Langzeitpflege die Zahl der Pflegebedürftigen stetig zu, die eine medizinisch orientierte Pflege benötigen. Die generalistische Ausbildung ist die richtige Antwort auf die veränderten Anforderungen und führt international zur Anerkennung des Berufsabschlusses gemäß den Anforderungen der EU-Richtlinie 2013/55/EU. Studien belegen eindeutig, dass die generalistische Ausbildung notwendig, machbar und fachlich erforderlich ist.“

Franziskus Hospital Bielefeld 

Pflegebildungszentrum

„Wir sagen „JA“ zu der generalistischen Pflegeausbildung!

In unserem Pflegebildungszentrum bilden wir seit Jahrzehnten für die drei pflegerischen Kernberufe aus. Unsere Erfahrungen aus den drei Ausbildungen, aber auch unsere Haltung zu Pflege und Pädagogik, zeigen uns, dass eine Reform dringend notwendig ist.

Die neue Ausbildung qualifiziert  für ein ganzes Berufsleben und nicht - wie bisher - nur für die Versorgung von Personen bestimmter Altersstufen. Die Pflege wird dadurch aufgewertet.“

Menka Berres-Förster und Suitbert Dolfus

Schulleitung Pflegebildungszentrum

Pflegebildungszentrum

St. Christophorus-Pflege GmbH Werne

„In der Ausbildung muss sich wiederfinden, was wir seit vielen Jahren erfolgreich in der Praxis umsetzen: Unser Team besteht aus AltenpflegerInnen, Gesundheits- und KrankenpflegerInnen und Gesundheits- und KinderkrankenpflegerInnen. Alle sind gleichermaßen als Fachkräfte anerkannt und pflegen die gleichen Patienten. Darum unterstützen wir: ‚Generalistik jetzt!‘“

Banner St. Christopherus-Pflege GmbH Werne

 

Benedictus Krankenhaus Tutzing

„Das Benedictus Krankenhaus Tutzing beteiligt sich bereits seit vier Jahren am Schulversuch der Generalistischen Pflegeausbildung. Die deutlich erhöhten Stunden der Kranken- und Altenpflege in der Theorie als auch in der Praxis im jeweilig anderen Fachgebiet, befähigen die Schüler/innen dazu, Menschen in verschiedenen Lebensaltern adäquat zu pflegen und zu versorgen. Davon profitieren neben dem Patienten oder Bewohner auch die Krankenhäuser, ambulanten Pflegedienste und stationären Pflegeeinrichtungen.“

Aloisia Chiera,
Pflegedienstleitung Benedictus Krankenhaus Tutzing

Benedictus Krankenhaus Tutzing

 

Bundesverband Poliomyelitis e. V.

„Viele Polio-Betroffene, die zu den Menschen mit einer seltenen chronischen Erkrankung gehören, benötigen Kranken- und Altenpflege. Eine moderne Pflegeausbildung, welche die Altenpflege, die Gesundheits- und Krankenpflege umfasst und zu einem neuen, gemeinsamen Pflegefachberuf  zusammenführt, kann den sich laufend wandelnden Bedürfnissen der Polio-Betroffenen gerecht werden. Sie kann grundsätzlich Berufschancen in allen Feldern der Pflege eröffnen und steigert die Attraktivität des Berufes, sodass möglicherweise ein Pflegefachkräftemangel behoben werden kann.

Ulrike Jarolimeck,

Vorsitzende des Bundesverbandes Poliomyelitis

Bundesverband Poliomyelitis e. V.

 

 

 

 

 

 

Samariterstiftung

„Die Ausbildung in der Altenpflege gehört zu den Gewinnern der Ausbildungsreform! Eine dringend gebotene Gleichstellung und Gleichwertigkeit der bisherigen Pflegeberufe wird ermöglicht. Bessere Rahmenbedingungen und professionelle zeitgemäße Ausbildungsinhalte werden den Beruf von Pflegefachkräften zukunftssicher und attraktiver machen. Pflegefachkräfte erhalten die rechtliche und fachliche Kompetenz ihren Beruf eigenverantwortlich zu gestalten. Nur eine starke Pflege wird die Aufgaben der Zukunft bewältigen können. Wir freuen uns auf generalistisch ausgebildete, handlungskompetente und ethisch reflektierte Kolleginnen und Kollegen der nahen Zukunft.“

Frank Wößner,
Vorstandsvorsitzender
 
Dr. Eberhard Goll,
Vorstand Altenhilfe

Banner Samariterstiftung

 

Fördergemeinschaft für Taubblinde e.V. - Bundeselternvertretung Deutschland

„Es kann nicht sein, dass wir weltweit einzigartig getrennte Ausbildungen für eine gemeinsame, gesellschaftliche Aufgabe vorhalten. Das Scheitern der bisherigen Aufteilung zeigt die desolate Situation der Pflegeberufe. Die zu erwartende, gleichberechtigte Finanzierung der Ausbildungen betrachten wir als Chance, den Beruf aufgabenentsprechend attraktiver zu machen. Komplexe Pflegesituationen erfordern Orientierung an Schlüsselkompetenzen und nicht am Lebensalter. Professionell Pflegende müssen in allen Arbeitsbereichen in der Lage sein, kompetent und verantwortungsvoll umfassende Aufgaben zu bearbeiten.“

Fördergemeinschaft für Taubblinde e.V. - Bundeselternvertretung Deutschland

 

Studierendenvertreter der Berufsakademie für das Gesundheits- und Sozialwesen Saarland (BA GSS)

„Positiv hervorzuheben ist, dass die Ausbildung nach dem neuen Pflegeberufsgesetz eigen­verantwortliche Kompetenzen definiert und an die Berufs­anerkennungs­richtlinie der Europäischen Union herangeführt wird. Dies erleichtert gerade im Saarland die bestehende grenz­überschreitende Zusammen­arbeit. Wünschenswert wäre eine kostenfreie, vergütete Ausbildung für alle therapeutischen Fachberufe, also beispielsweise Pflege, Ergo- und Physiotherapie."



Christian Rohé,
Studierendenvertreter der Berufsakademie für das Gesundheits- und Sozialwesen Saarland (BA GSS)

Studierendenvertreter der Berufsakademie für das Gesundheits- und Sozialwesen Saarland (BA GSS)

 

Schule für Gesundheitsberufe Berlin GmbH am St. Joseph Krankenhaus Tempelhof

„Wir unterstützen die generalistische Pflegeausbildung! Sie ist die große Chance für die Pflege in Deutschland die Berufsbilder endlich zu modernisieren und den Herausforderungen unseres Gesundheitswesens anzupassen! Dass die generalistische Ausbildung funktioniert, beweisen die positiven Modellversuche und viele Schulen, die wie wir seit Jahren generalistisch orientiert ausbilden.

Die Festlegung von Vorbehaltsaufgaben, die kontinuierliche Weiterentwicklung der Ausbildungsinhalte durch eine Fachkommission, die bundesweite Aufhebung des Schulgeldes in der Altenpflege, die Verankerung von  akademischen Strukturen durch die Möglichkeit einer hochschulischen Ausbildung, die Flexibilität durch zukünftig bessere Aufstiegs- und Wechselmöglichkeiten, sowie die EU-weite Anerkennung werden nicht nur die Qualität und Attraktivität des Pflegeberufs erhöhen. Es wird das Selbstbewusstsein der beruflich Pflegenden gestärkt und der Pflegeberuf  deutlich aufgewertet! Eine anschließende Vertiefung bzw. Spezialisierung in unterschiedlichen Bereichen - nicht nur in den drei zusammengeführten Pflegeberufen - ist gedacht und gewünscht. Sie könnte am fachkundigsten von den Pflegekammern geregelt werden.

Wir dürfen diese historische Chance für die Generalistik in Deutschland nicht vergeben.“

Rainer Karius, Dipl.-Med- Päd.

Schulleiter

Schule für Gesundheitsberufe Berlin GmbH am St. Joseph Krankenhaus Tempelhof

Albertinen-Schule Hamburg

„13 Jahre Erfahrung mit generalisierter Pflegeausbildungen und zehn Jahre Erfahrung mit generalisierten dualen Pflegestudiengängen haben gezeigt, dass

  • die Inhalte der drei traditionellen Pflegeausbildungen sich zu 90 bis 97% decken
  • dass Menschen im höheren Lebensalter häufig an mehr als einer  - teilweise mehreren nebeneinander existierende Erkrankungen leiden
  • immer mehr alte Menschen mit Langzeiterkrankungen und ggf. dementiellen Symptomen kurzfristig akute Erkrankungen erleiden  – wer erkennt diese?! – und akut gepflegt werden müssen
  • die Osteoporose eine Kinderkrankheit ist, deren Folgen Jahrzehnte später sicht- und spürbar werden
  • die generalisierte Gesundheits- und Krankenpflegerin der Ärztin/dem Arzt entspricht, die sich nach dem Humanmedizinstudium in Weiterbildungen spezialisieren
  • generalisiert ausgebildete Pflegende besonders flexibel einsetzbar waren, besonders schnell die Besonderheiten neuer Pflegebereiche erkannten und durch ihren  ‚breiten Blick‘ Pflegenotwendigkeiten umfassend wahrnehmen konnten
  • generalisierte Ausbildungen besonders nachgefragt (Magnet-Ausbildungen) waren und breite berufliche Möglichkeiten für Pflegende bietet und lebensphasengerechte Arbeitsplätze bieten.“

Karin Schiller ,
Leiterin der Albertinen-Schule 

Albertinen-Schule Hamburg

Arbeitsgemeinschaft christlicher Schwesternverbände und Pflegeorganisationen in Deutschland e.V. (ADS)

Die ADS fordert seit langem die generalistische Pflegeausbildung als Antwort auf die veränderten Anforderungen an die pflegerische Versorgung und unterstützt die zügige Umsetzung des Gesetzgebungsverfahrens zum vorgelegten Pflegeberufsgesetz. Die Ausbildung nach diesem Gesetz eröffnet Möglichkeiten, die unterschiedlichen Handlungsfelder der Pflege für sich zu entdecken und darüber hinaus auch jenseits deutscher Grenzen als Pflegefachfrau und -mann anerkannt im Beruf arbeiten zu können. Damit gewinnt der Pflegeberuf endlich wieder die erforderliche Attraktivität.

Ulrike Döring

Vorsitzende ADS

Arbeitsgemeinschaft christlicher Schwesternverbände und Pflegeorganisationen in Deutschland e.V. (ADS)

Bayerischer Landespflegerat (BLPR)

Der Bayerische Landespflegerat (BLPR) setzt sich einstimmig für die generalistische Ausbildung in den Pflegeberufen ein. Wir unterstützen ausdrücklich die Initiative „Generalistik jetzt!“ des Bevollmächtigten der Bundesregierung, Herrn Laumann.

Nicht zuletzt durch die immer komplexeren Versorgungslagen von Pflegebedürftigen und die veränderten Anforderungen an die Berufsausübung wie auch an die Berufsbildung, braucht es dringend eine Reform der Pflegeberufe. Die erstmalige Definition von Vorbehaltsaufgaben für Pflegefachpersonen auf gesetzlicher Ebene ist ein wichtiger Schritt in der Weiterentwicklung der Profession.

Bayerischer Landespflegerat (BLPR)

 

Katholische Bildungsstätte für Berufe im Gesundheitswesen

„Wir als katholische Bildungsstätte in Köln mit über 450 Ausbildungsplätzen unterstützen die generalistische Pflegeausbildung, weil wir aus unserer langjährigen Erfahrung in der Altenpflege und der Gesundheits- und Krankenpflege wissen, dass wesentliche theoretische Ausbildungsinhalte schon jetzt gleich sind. Die Pflegebedürftigen mit ihrem komplexen Bedarf an Pflege brauchen, Fachkräften mit medizinisch-pflegerischen und gerontologisch-sozialpflegerischen Kompetenzen, um den Bedürfnissen und Bedarfen gerecht zu werden. Eine zukunftsweisende Ausbildung, die in Europa anerkannt ist, muss sich am Versorgungsbedarf und nicht am Versorgungsort orientieren.“

Beate Eschbach und Anke Kleine

Schulleitung

Katholische Bildungsstätte für Berufe im Gesundheitswesen

 

Städtisches Klinikum München

„Im Auftrag der Landeshauptstadt München bilden wir an der Akademie des Städtischen Klinikums München seit 2005 kontinuierlich Schülerinnen und Schüler generalistisch aus. Wir sind überzeugt, dass die geplante Reform der Pflegeausbildung überfällig, notwendig und richtig ist.

Unser Schulversuch wurde vom Bayerischen Staatsministerium für Bildung und Kultus, Wissenschaft und Kunst begleitet und von der Universität Bremen evaluiert.

Ein aus den Erkenntnissen der zahlreichen Schulversuche in Bayern entwickeltes, neues Konzept der „generalistischen Pflegeausbildung“ wurde implementiert. Ein Download findet sich auf der Internetseite des Staatsinstituts für Schulqualität und Bildungsforschung. Etliche Schulen in Bayern bilden danach aus. Die Schülerinnen und Schüler sind von dem Ausbildungskonzept angetan, weil es inhaltlich und im Hinblick auf die Zukunft bessere Perspektiven bietet, als die herkömmliche Ausbildung. Die Absolventinnen und Absolventen der generalistischen Pflegeausbildung haben sich in der Pflege von Menschen aller Altersgruppen in der stationären Altenhilfe, in der Akutversorgung im Krankenhaus und im ambulanten Pflegedienst bewährt. „Hätte ich nochmal die Wahl, würde ich die generalistische Pflegeausbildung machen“, sagen uns viele erfahrene Pflegefachkräfte, wenn sie unsere „generalistischen“ Schülerinnen und Schüler erleben.

Die generalistische Pflegeausbildung, eingebettet in ein abgestimmtes, modulares Fort- und Weiterbildungskonzept, führt zu einer besseren Pflegequalität, und wird die Ausbildung attraktiver machen.

Das Pflegeberufereformgesetz bringt mehr Normalisierung im Hinblick auf deutsche Berufsbildungsstandards und wird anschlussfähiger an international etablierte und bewährte Ausbildungsstandards in der Pflege.

Mit dem neuen Gesetz wird sich die Pflegequalität verbessern, und endlich wird allen künftigen Pflegefachfrauen und Pflegefachmännern eine EU-weite Anerkennung ermöglicht. Zudem wird die Integration ausländischen Pflegefachpersonals einfacher, weil die Standards ähnlicher werden.“

Städtisches Klinikum München

St. Marien-Hospital Hamm gGmbH / Kath. St.-Johannes-Gesellschaft Dortmund gGmbH

Gesellschaftliche Entwicklungen wie insbesondere der fortschreitende demografische Wandel sowie eine stete Abnahme der Auszubildendenzahlen in Deutschland werden den Wettbewerb um qualifizierte Auszubildende zukünftig vermutlich verschärfen. Wir sehen die Generalistik als zentrale Chance, um Zukunftsfähigkeit und Wettbewerbsfähigkeit der Pflegeausbildung zu sichern, die Attraktivität des Pflegeberufes nachhaltig zu steigern und zu einer Deckung des fortwährend steigenden Bedarfs an Pflegefachkräften in der BRD beizutragen.

Banner St. Marienhospital Hamm

 

DIAKOVERVE Fachschulzentrum Hannover

Generalistik jetzt!

Unsere Berufsfachschule-Altenpflege war gemeinsam mit unserer Gesundheits- und Krankenpflegeschule am Modellversuch Pflegeausbildung in Bewegung 2004 – 2007 beteiligt. Wir waren selbst überrascht, wie viele Unterrichtsinhalte bei beiden Ausbildungen identisch sind. Immer wieder erfahren wir, wie befruchtend die gemeinsamen Lernerfahrungen sind und wie sich die Einstellungen zum Beruf und den unterschiedlichen Tätigkeitsfeldern während der Ausbildung verändern.

Mit der gemeinsamen Ausbildung und der entsprechenden Finanzierung werden alle Seiten profitieren: Die Auszubildenden, u.a. weil sie sich nicht mit 16 Jahren für ein lebenslanges Arbeitsfeld entscheiden müssen und weil die Ausbildung auch in den anderen Ländern anerkannt sein wird; die Betriebe, u.a. weil sie während der praktischen Ausbildungsphasen mehr Auszubildende kennen lernen und dann breiter qualifizierte Mitarbeitende gewinnen. 

Dr. Monika Scholz-Zemann

Leiterin DIAKOVERE Fachschulzentrum,  Hannover

 DIAKOVERE Fachschulzentrum

Ev. Stiftung Augusta

„Generalistik 2016 – weil uns als AUGUSTA-AKADEMIE eine zukunftsorientierte Pflegeausbildung wichtig ist!“

„Wir werden mit dem Pflegeberufsgesetz die derzeitige Ungleichheit der bisherigen drei Pflegeberufe in Deutschland schrittweise abbauen, die Attraktivität des Pflegeberufes steigern und genügend Bewerber/innen für alle Berufsfelder der Pflege finden.

Die Kompetenzen der beruflichen Pflegeausbildung stellen eine konsequente Weiterentwicklung des bisherigen Bundesaltenpflegegesetzes zu einem neuen Berufsbild dar. Bei intelligenter Steuerung der praktischen Einsätze und guter Praxisanleitung bieten sich für alle Akteure in der ambulanten und stationären Altenhilfe und im Krankenhaus Möglichkeiten zur Mitarbeiterbindung und Personalentwicklung.“ 

Uwe Machleit

Bildungsbeauftragter

Ev. Stiftung Augusta

Ev. Stiftung Augusta

Fachseminar für Altenpflege

 

 

St. Elisabeth Gruppe - Katholische Kliniken Rhein-Ruhr

Die St. Elisabeth Gruppe - Katholische Kliniken Rhein-Ruhr befürwortet die Reform der Pflegeausbildung. Durch die einheitliche Pflegeberufsausbildung wird eine Möglichkeit geschaffen, das Berufsbild attraktiv zu gestalten. Junge Menschen müssen sich nicht bereits mit der Wahl ihrer Ausbildung für einen spezifischen Pflegeberuf entscheiden. Sie können speziell in den Praxisphasen verschiedene Pflegeformen kennenlernen und aufgrund der praktischen Erfahrung eine Spezialisierung wählen. Zudem entspricht die umfassende Ausbildung auch den Herausforderungen mit denen Pflegefachkräfte täglich konfrontiert werden.

Theo Freitag

Geschäftsführer

St. Elisabeth Gruppe - Katholische Kliniken Rhein-Ruhr

Pflege-Bildungszentrum an der Filderklinik

Das “Pflege-Bildungszentrum an der Filderklinik“ arbeitet seit 2007 erfolgreich mit dem Modellprojekt: „PFLEGE – LEBEN: Eine generalistische Pflegeausbildung“. Im April 2016 startet unser zehnter generalistisch konzipierter Ausbildungsgang. Vor diesem Hintergrund begrüßen wir das neue Pflegeberufsgesetz ausdrücklich! Wir sind aus berufs- und pflegepädagogischer Perspektive von der Machbarkeit und den Vorteilen einer generalistischen Pflegeausbildung überzeugt. Unsere Pflegenden in Ausbildung zeigen eine umfassende Handlungskompetenz in den vielfältigen Pflegesettings. Darüber hinaus bringt das neue Pflegeberufsgesetz Entwicklungen mit sich, auf die unser Berufsstand seit vielen Jahren hinarbeitet, wie beispielsweise die Formulierung von Vorbehaltsaufgaben für Pflegende. Diese Chancen der Professionalisierung dürfen wir uns nicht entgehen lassen. Darum: „Generalistik jetzt!“ Eine hervorragende Basis, um den Pflegeberuf innovativ mitzugestalten.

Gernot Adolphi und Monika Kneer

Pflege-Bildungszentrum an der Filderklinik

 

 

 


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