Beauftragter der Bundesregierung für die Belange der Patientinnen und Patienten und Bevollmächtigter für Pflege

MDS veröffentlicht neuen Pflege-Qualitätsbericht

Der Medizinische Dienst des Spitzenverbandes Bund der Krankenkassen (MDS) hat am 14. Januar 2015 seinen 4. Pflege-Qualitätsbericht veröffentlicht. Der umfangreiche Bericht zur Entwicklung der Qualität in der ambulanten und stationären Pflege erscheint alle drei Jahre. Danach hat sich gegenüber dem 3. Bericht aus 2012 die Qualität der Pflege insgesamt deutlich verbessert. Insbesondere in der  Dekubitusprophylaxe konnten bedeutende Fortschritte erzielt werden.  Bei 75,6 Prozent der Pflegebedürftigen mit einem Dekubitusrisiko wurden die notwendigen prophylaktischen Maßnahmen durchgeführt (3. Bericht: 59,3 Prozent). Erfreulich ist ebenfalls der Rückgang von freiheitseinschränkenden Maßnahmen bei den einbezogenen Bewohnern von 20 Prozent (im 3. Bericht) auf aktuell 12,5 Prozent. Jedoch besteht auch weiterhin Verbesserungsbedarf in diesen und anderen Bereichen.

Im Bericht werden verschiedene Problembereiche angesprochen. So bestehen in einigen Bundesländern Schwierigkeiten bei der Suche nach qualifizierten Pflegefachkräften. Der Herausforderung des Fachkräftemangels muss aktiv begegnet werden. Staatssekretär Karl-Josef Laumann, Pflegebevollmächtigter der Bundesregierung, setzt sich daher insbesondere für verbesserte Arbeitsbedingungen und eine angemessene Bezahlung von Pflegekräften sowie für die  generalistische Pflegeausbildung ein, um den Pflegeberuf auch langfristig attraktiv zu gestalten.

 

Beklagt wird im Bericht des MDS außerdem der hohe Aufwand in der Pflegedokumentation. Staatssekretär Laumann sagt dazu: "Der Bericht des MDS zeigt, dass die überbordende Bürokratie in der Pflegedokumentation gute Qualität in der Pflege behindert." Er bestätigt, wie wichtig das Strukturmodell für eine effiziente Pflegedokumentation ist. "Ich habe deshalb Anfang des Jahres ein Projektbüro unter Mitarbeit von Elisabeth Beikirch damit beauftragt, die flächendeckende Umsetzung des vereinfachten Dokumentationsmodells in allen Pflegeeinrichtungen Deutschlands zu unterstützen. Ich appelliere an alle Einrichtungsträger, sich am Projekt zu beteiligen, damit die Dokumentation einer guten Pflegequalität nicht im Wege steht, sondern mit ihr Hand in Hand geht." Weitere Informationen zur Entbürokratisierung der Pflegedokumentation  sowie eine Anmeldemaske für Pflegeeinrichtungen finden Sie hier

Die Weiterentwicklung der Qualitätsprüfungen wird ebenfalls im Bericht thematisiert. In diesem Zusammenhang werden die aktuellen Transparenzberichte und der so genannte "Pflege-TÜV" kritisiert. Die Noten seien laut MDS nicht geeignet, um eine vergleichende Darstellung der Qualität in den Einrichtungen zu ermöglichen, da sie nicht ausreichend differenzieren. Daher müsse das Benotungssystem kurzfristig ausgesetzt und eine langfristige Lösung erarbeitet werden.  Staatssekretär Laumann stimmt dieser Einschätzung zu und wird sich für die Abschaffung der Pflegenoten und die Überarbeitung des "Pflege-TÜVs" einsetzen. Hier können Sie sein Positionspapier zur Reform der Pflegenoten abrufen. 

Die positive Entwicklung im Bereich der stationären und ambulanten Versorgungsqualität soll auch zukünftig fortgesetzt und die Qualitätsentwicklung weiter vorangebracht werden.

Den vollständigen Qualitätsbericht finden Sie hier.

Patientenrechte

Meldungen aus dem Bereich Patientenrechte

Erste Zwischenbilanz: Deutliches verbessertes Beratungsangebot der neuen Unabhängigen Patientenberatung Deutschland

 

Staatssekretär Karl-Josef Laumann (Foto: Holger Groß) 

Staatssekretär Karl-Josef Laumann, Patientenbeauftragter der Bundesregierung, hat heute in Berlin eine erste Zwischenbilanz der Tätigkeit der neuen Unabhängigen Patientenberatung Deutschland (UPD) gezogen. „Rund vier Monate nach dem Start kann ich sagen: Ich bin sehr zufrieden mit der bisherigen Arbeit der neuen UPD. Wir haben inzwischen ein deutlich verbessertes Beratungsangebot. Insbesondere die längeren telefonischen Erreichbarkeitszeiten und die Aufstockung von 21 auf 30 Beratungsstellen vor Ort helfen den Bürgerinnen und Bürgern. Dazu kommen die neuen UPD-Mobile, die in ganz Deutschland in unterschiedlichen Städten und Gemeinden unterwegs sind. Damit erreicht die UPD diejenigen Patientinnen und Patienten, die nicht in der Nähe einer der Beratungsstellen wohnen“, sagt Laumann.

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„Berliner Tag der Patientenfürsprecher 2016“: Staatssekretär Laumann stärkt Patientenfürsprechern den Rücken

Staatssekretär Karl-Josef Laumann

Staatssekretär Karl-Josef Laumann, Patientenbeauftragter der Bundesregierung, hat heute alle Patientenfürsprecher der rund 2.000 Krankenhäuser in Deutschland eingeladen. Er veranstaltet in Berlin den „Berliner Tag der Patientenfürsprecher 2016“. Bei den Vorträgen und Diskussionen geht es in diesem Jahr u. a. darum, wie die Begleitung Sterbender und ihrer Familien in den Krankenhäusern verbessert sowie die optimale Verpflegung der Patienten sichergestellt werden kann. Zudem werden das innovative Projekt „AHOI – Aktivierung der Patienten für ein hygienebewusstes Mitwirken bei der Infektionsprävention“ zur Verhinderung der Infektion mit multiresistenten Keimen und die Angebote der neuen Unabhängigen Patientenberatung Deutschland (UPD) vorgestellt.

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Veranstaltung des Patientenbeauftragten zur besseren psychotherapeutischen Versorgung

Staatssekretär Karl-Josef Laumann

Foto: Holger Groß

Die Versorgung von Menschen mit psychischen Erkrankungen verläuft oftmals nicht zufriedenstellend: Wartezeiten auf eine ambulante Psychotherapie von drei Monaten und mehr sind keine Seltenheit. Darüber hinaus weisen Studien darauf hin, dass auch die Qualität der Versorgung nicht optimal ist. Aus diesem Grund hatte der Patientenbeauftragte der Bundesregierung, Staatssekretär Karl-Josef Laumann, kürzlich zur Veranstaltung „Gegenwart und Zukunft der Versorgung psychischer Erkrankungen“ eingeladen. Gemeinsam mit Experten diskutierte er dabei über die Versorgungsprobleme und ihre Ursachen, vor allem aber über mögliche Maßnahmen zur Verbesserung der Versorgung. In der Diskussion zeigte sich dabei deutlich: Die Symptome des Problems sind offensichtlich, über Diagnose und Therapie besteht allerdings keine Einigkeit.

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Pflege

Meldungen aus dem Bereich Pflege

Internationaler Tag der Pflege: Staatssekretär Laumann fordert mehr Wertschätzung für Pflegekräfte und wirbt für Reform der Pflegeausbildung

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Zum Internationalen Tag der Pflege am 12. Mai fordert Staatssekretär Karl-Josef Laumann, Patientenbeauftragter und Pflegebevollmächtigter der Bundesregierung, mehr Wertschätzung und Anerkennung für die Pflegekräfte in Deutschland. „Die Pflege ist ein anspruchsvoller und komplexer Beruf. Unsere Pflegekräfte verfügen über ein hohes Maß an fachlicher Kompetenz und Professionalität. Gleichzeitig braucht es viel Empathie, um Patienten und Pflegebedürftige ihren Bedürfnissen entsprechend zu versorgen. Gerade der Tag der Pflege sollte daher ein Tag des ganz besonderen Dankes für dieses Engagement sein“, erklärt Laumann.

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Laumann fordert konsequente Umsetzung des neuen Pflegebedürftigkeitsbegriffes

Staatssekretär Karl-Josef Laumann

Zum 1. Januar 2017 tritt der neue Pflegebedürftigkeitsbegriff in Kraft. Damit wird eine völlig neue, gerechtere Begutachtungssystematik Realität, von der insbesondere an Demenz erkrankte Menschen profitieren. Das erfordert neue Konzepte für die Pflege – nicht zuletzt im stationären Bereich. Der höhere Personalaufwand, der mit der Umstellung in aller Regel einhergeht, muss sich dabei selbstverständlich auch in den Personalschlüsseln abbilden.

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Entbürokratisierungsprojekt wird bis zum Ende der Legislaturperiode fortgesetzt

Staatssekretär Karl-Josef Laumann Der Pflegebevollmächtigte der Bundesregierung, Staatssekretär Karl-Josef Laumann, wird das erfolgreiche Projekt zur Entbürokratisierung der Pflegedokumentation bis Ende Oktober 2017 fortführen. Der derzeitige Vertrag mit der IGES Institut GmbH läuft Mitte Juni 2016 aus. Mit den Trägerverbänden der Pflege verständigte sich Laumann nun darauf, dass es ab diesem Zeitpunkt eine gemeinsame Federführung geben wird. Das Lenkungsgremium des Projekts, in dem alle Kosten- und Einrichtungsträger, Berufsverbände sowie die Prüfdienste und die Länder vertreten sind, beschloss ebenfalls einstimmig die Fortführung des Projekts.

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Kontakt Projektbüro Ein-STEP

Projektbüro Ein-STEP

Einführung des Strukturmodells zur Entbürokratisierung der Pflegedokumentation

c/o IGES Institut Gmbh

Friedrichstr. 180

10117 Berlin

Tel. 030 230 809 9841

projektbuero@ein-step.de

www.ein-step.de

Entbürokratisierung d. Pflegedokumentation

Leitfaden "Wie finde ich eine gute stationäre Pflegeeinrichtung?"

Ratgeber Patientenrechte

 

PDF-Dokument

 

Diese und weitere Broschüren können Sie hier auch in gedruckter Form bestellen.

 

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