
Berlin, 29. Juni 2012
Der einstimmige Beschluss der Gesundheitsministerkonferenz zur
Kostenübernahme für Behandlungsmaßnahmen bei ungewollter Kinderlosigkeit
wird von dem Patientenbeauftragten der Bundesregierung, Wolfgang Zöller
(MdB), begrüßt.
Dazu erklärt Wolfgang Zöller:
"Ich begrüße die 'Saarbrücker Erklärung' der
Gesundheitsministerkonferenz, die darauf abzielt, dass ungewollt
kinderlose Paare, die sich für eine künstliche Befruchtung entscheiden,
künftig nur noch 25 Prozent der Behandlungskosten selbst tragen müssen.
Denn aufgrund der Gesundheitsreform 2004 können sich viele Paare eine
künstliche Befruchtung nicht mehr leisten: seitdem übernehmen die
Krankenkassen nur noch maximal 50 Prozent der Kosten - für drei
Behandlungen.
Für die meisten Menschen ist es selbstverständlich, ein Kind zu
bekommen. Doch vielen Paaren in Deutschland bleibt der Wunsch nach einem
eigenen Kind verwehrt, was für die Paare großes Leid bedeutet. Deshalb
habe ich in meinem Bericht an die Gesundheitsministerkonferenz der
Länder eine einheitliche flächendeckende Regelung gefordert, wie Paare,
Krankenkassen und die Gesellschaft die anfallenden Kosten teilen können.
Mit dem einstimmigen Beschluss aus Saarbrücken sind wir einer Lösung
nähergekommen. Ich fordere nun alle Beteiligten auf, konstruktiv an
einer praktikablen und schnellen Umsetzung mitzuarbeiten."