Der Patientenbeauftragte der Bundesregierung

Herr Zöller schreibt etwas in ein BuchWolfgang Zöller kennt das deutsche Gesundheitswesen - seit 1990 ist Gesundheitspolitik sein Arbeitsschwerpunkt im Deutschen Bundestag. Er hat in dieser Zeit viele Reformen und Gesetze verhandelt und sich dabei immer bemüht, den Menschen in den Mittelpunkt seiner Gesundheitspolitik zu stellen. Daher kennt er die Sorgen des Bürgers und nimmt sie ernst:

Ein gerechtes Gesundheitssystem

"Wir alle wollen sicher sein, dass wir im Krankheits- und Pflegefall gut, bezahlbar und zeitnah versorgt werden. Die Qualität und Transparenz der Versorgung sowie ihre flächendeckende Bereitstellung sind eines meiner zentralen Anliegen. Wiederherstellung der Therapiefreiheit der Ärzteschaft ist hier nur ein Schwerpunkt. Darüber hinaus muss das Gesundheitssystem als gerecht empfunden werden; dazu gehört auch die Transparenz des Rechts. Das für die Patienten maßgebliche Recht ist zersplittert. Zudem ist es für Patienten oft schwierig, ihre Ansprüche auch durchzusetzen. Wir müssen die Rechte der Versicherten mit einem Patientenrechtegesetz auf eine neue Basis stellen. Ich habe mit der Arbeit an einem solchen Gesetz bereits begonnen. Dass Patienten notwendige Leistungen wie Bittsteller einklagen müssen, geht nicht. Es wird Zeit, dass wir dafür sorgen, dass Patienten als Partner anerkannt uns respektiert werden. Darüber hinaus benötigen Ärzte und medizinisches Personal ebenfalls Klarheit, welche Rechte und Pflichten sie treffen.

Unabhängige Beratung und eine partnerschaftliche Kommunikation

Eng damit verbunden ist das Thema der unabhängigen Beratung der Patientinnen und Patienten. Die Versicherten müssen in die Lage versetzt werden, möglichst selbständig ihre Rechte gegenüber den Krankenkassen und Leistungserbringern wahrzunehmen. Aus diesem Grund möchte ich die unabhängige Beratung von Patientinnen und Patienten konsolidieren und ausbauen. Und manches, was entscheidend für den Behandlungserfolg sein kann, wie eine partnerschaftliche Kommunikation, ein respektvoller Umgang mit den Patienten, ein Vertrauensverhältnis zwischen Patienten, Ärzten und dem medizinischen Personal, kann nicht durch Gesetze angeordnet werden, sondern nur durch ein Miteinander entstehen. Voraussetzung dafür ist ein reger Gedankenaustausch über alle Sektoren hinweg. Hier sehe ich meine besondere Aufgabe und biete einen offenen Dialog an.

Ich möchte für Sie da sein, sprechen Sie mich an

Natürlich bin ich auch für alle Bürgerinnen und Bürger ansprechbar. Mein Team und ich werden den Menschen einen Weg aufzeigen, wie sie zu ihrem Recht kommen können. Aber ich bin nicht nur Kummerkasten: ich möchte gesetzgeberisch aktiv tätig werden, je nachdem welche Beschwerden kommen. Und ich werde Themen besetzen und aktiv voranbringen, auch wenn wir dazu keine Briefe bekommen. Etwa beim Thema Organspende. Da haben wir dringenden Handlungsbedarf."